Dem Steiger auf der Spur

Barsinghausen/ Feggendorf. 

Die meisten Barsinghäuser kennen den Klosterstollen und wissen, wie er im Laufe von Jahrzehnten erschlossen wurde und welche Mühe aufgewendet wurde, um ihn im heutigen Zustand  präsentieren zu können. Eine Gruppe der Naturfreunde Barsinghausen wollte einmal den Feggendorfer Stollen kennen lernen und erkunden, wie weit dort die Erschließung fortgeschritten ist und wie er sich vom Klosterstollen unterscheidet. Folgende Unterschiede fallen auf: Es fährt keine Bahn zum Personentransport bis vor die Kohle ein.

Die erschlossenen 450 m müssen meist in gebückter Haltung „befahren“ werden, wie der Bergmann sagt. Die Notwendigkeit der Sicherheitshelme erfährt der Besucher laufend, da er immer wieder an die Deckenabstützung anstößt. Der Stollen ist auf ganzer Länge im Deckengewölbe und häufig auch seitlich abgesichert. Überall ist Wasser, es steht auf der Stollensohle und tropft von der Decke. Es ist sehr dunkel, nur die Stirnlampe beleuchtet den Weg. Stellenweise ist der Stollen eingebrochen, eine „Umleitung“ führt wieder auf den alten Stollengang. An einem Abzweig erkennt man die Fortsetzung des Stollens in Richtung Fernmeldeturm und nach Hohenbostel, wo er wieder ans Tageslicht tritt.

Diese Stücke sind noch nicht erschlossen, aber teilweise schon erkundet. Sportliche Besucher können nach Aufstieg über eine Leiter der Kohle in einem Flöz besonders nah kommen in sehr tief gebückter Haltung.  Nach anderthalb Stunden im Stollen, freut sich der Besucher wieder am Tageslicht zu sein und sich strecken und recken zu können. Hier in Feggendorf erkennt der Besucher, unter welchen Bedingungen der Bergmann früherer Zeiten arbeiten musste. So ist auch die Mühsal der Erschließung des Stollens für die Besucher deutlich. Hochachtung für die Männer, die in ihrer Freizeit einen Teil Zeitgeschichte darstellen wollen und auf diesem Weg nicht aufgeben. 

Siegfried Lehmann, 01.06.2016, 21:20
Redakteure CON

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