Deutscher Meistertitel für Kirchdorfer Turnerinnen

Die Freude bei den Mädchen, den Erfolgstrainerinnen Andrea Danner und Saskia Rehn und den mitgereisten Betreuern beziehungsweise Eltern kannte keine Grenzen.Deutsche TGW-Meister in der Jugend wurden v.l hinten: Lara Hartmann, Mara Betbadel, Paula Dietrich, davor v.l. Lena Schart, Marie Hunte, Anna Hahn und Hannah Schwerdtner sowie ganz vorn Sophie Himmelseher und Rahel Wedekind.Die beiden TGW-Mannschaften des TSV Kirchdorf bei den deutschen Meisterschaften in Regensburg; sie belegten die Plätze1 (Jugend) und 9 (Erwachsene).Die beiden TGW-Mannschaften des TSV Kirchdorf bei den deutschen Meisterschaften in Regensburg; sie belegten die Plätze1 (Jugend) und 9 (Erwachsene).

Kirchdorf. 

Mit einer äußerst schweren Hypothek sind die Kirchdorfer Turnmädchen und in Kooperation mit dem HAG zu den deutschen TGW-Meisterschaften nach Regensburg in Bayern aufgebrochen. Galt es doch die hervorragenden Ergebnisse aus dem Vorjahr annähernd zu bestätigen. Dort hatten die Mädchen vom Deister mit einem vierten Rang bei den Erwachsenen und mit der deutschen Vizemeisterschaft bei den Jugendlichen für die bisher größten Erfolge der Turnsparte gesorgt.

Die Vorzeichen bei den „Großen“ verhießen nichts Gutes, denn mit Luzie Stadelmaier fiel in der letzten Woche der Vorbereitung eine große Stütze der Mannschaft mit einer Fußverletzung aus. So mussten kurzfristig beim Abschlusstraining die Choreographien sowohl beim Tanzen als auch beim Bodenturnen geändert werden. Als erstes Team ging es auf die zwölf mal zwölf Meter große Fläche. Selbstverständlich mussten Abstriche in der Wertung in Kauf genommen werden, so dass 9,5 Punkte als solide Leistung angesehen werden mussten. Auch die 9,65 Zähler im Tanzen entsprachen nicht ganz dem Leistungsvermögen der Kirchdorferinnen, denn es gab in letzter Zeit schon häufiger den Höchstwert. Dafür war der Medizinballwurf mal wieder ein Volltreffer, denn seit längerer Zeit gelang es Isabel Bade, Leonie Danner, Elisabeth Geib, Antonia Koch, Alena Krüger, Milena Ringleff und Nina Reimer recht locker die volle Punktzahl von 10,00 zu erreichen. Dabei glänzte Isabel Bade mit knapp 15,00 Metern.

Mit 29,15 Punkten kam die gehandicapte Mannschaft aus dem Barsinghäuser Ortsteil unter 39 Vereinen immerhin auf den neunten Rang. „Immer noch ein tolles Ergebnis“, betonte Dirk Lücke aus der Ferne als Turnchef. Das Team der TGW-Jugend präsentierte sich unter 46 Mannschaften in super Form und startete mit 9,85 Punkten beim Medizinballwerfen, einem Wert, den die Mannschaft noch nie erreicht hat! Größten Anteil daran hatte wieder einmal Hannah Schwerdtner mit der neuen Bestleistung von 16,82 Meter. „So langsam kommen wir dem Idealwert von zehn Punkten näher“, betonten die Trainerinnen Andrea Danner und Saskia Rehn schon vor dem Mannschaftsturnen. Und tatsächlich: Ein Kampfrichter zückte für die Bodenübung schon mal die volle Punktzahl. In der Gesamtnote reichte es schließlich zu hervorragenden 9,85 Zählern für die gekonnte Darbietung.

Nach anderthalb Stunden nicht eingeplanter Wartezeit schafften Mara Betbadel, Paula Dietrich, Anna Hahn, Lara Hartmann, Sophie Himmelseher, Marie Hunte, Lena Schart, Hannah Schwerdtner und Rahel Wedekind die erste 10 seit Bestehen dieser Mannschaft mit ihrem perfekt vorgeführten Tanz. Die Freude war riesengroß, denn 29,70 Punkte standen noch nie zu Buche. Ein ganz besonderer Dank galt Lara Hartmann, die kurzfristig aus der Schülermannschaft in die Jugend gewechselt ist und beim Werfen und Tanzen die Mannschaft verstärken konnte. Dass bei der abendlichen Siegerehrung dann die erste nationale Meisterschaft für die Kirchdorfer Turnerinnen dabei herausspringen würde, daran hatte niemand gedacht. Die Freude bei den Mädchen, den Erfolgstrainerinnen Andrea Danner und Saskia Rehn und den mitgereisten Betreuern bzw. Eltern kannte keine Grenzen und es wurde noch etliche Stunden gefeiert.

jög / Fotos: Himmelseher / Lücke, 03.10.2016, 09:00
Redakteure CON

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