Equipe Calenberger Velosophen auf großer Tour

Wennigsen. 

Die 23. Tour in 2016 führte die Equipe Calenberger Velosophen von Wennigsen aus mit dem Zug in die Region Bückeburg, um von hier aus einen 55 Kilometer Rundkurs mit dem Fahrrad zu starten. Das traditionsreiche und historisch spannende Schaumburger Land bot den Radwanderern eine Zeitreise zu Herrensitzen, Burgen und Schlössern, die landschaftlich reizvoll gelegen waren und die Baukunst der Jahrhunderte widerspiegelten. Durch Wälder, Berge und Täler führte diese Kulturreise zu ausgesuchten geschichtsträchtigen Gebäuden. Die Route verlief zunächst durch den Schaumburger Wald entlang der gut erhaltenen Schaumburger Landwehr zum Jagdschloss Baum, das Graf Wilhelm von Schaumburg Lippe 1760 als Sommerresidenz im spätbarocken Stil mit einem englischen Landschaftsgarten errichten ließ. Von hier gelangten sie zum nahe gelegenen pyramidenförmigen Familienmausoleum und radelten auf der Fürstenroute weiter in Richtung Mittellandkanal und den Gevatterseen. Das flache Landschaftsschutzgebiet erlaubte nun einen freien Blick auf die Porta Westfalica zwischen Weser- und Wiehengebirge mit dem markanten KaiserWilhelm-Denkmal. Durch den Bückeburger Forst gelangten sie anschließend zur Grosse Klus, einem weiteren ehemaligen Sommersitz des Hauses Schaumburg Lippe, das heute als Landhotel genutzt wird. Rechtzeitig zur Mittagspause wurde eine Einkehrkurve in Bückeburg genommen. Das neu gestaltete Gartencafé Lilly's im Schlosspark war einen Besuch wert. Im Anschluss daran haben sie sich das Bückeburger Barockschloss von außen angesehen und sind durch das Renaissancetor in die Innenstadt gefahren. Nach Rathaus und Stadtkirche wurde das beeindruckende Neue Palais angesteuert, was als ehemaliger Witwenwohnsitz der fürstlichen Familie ab 1893 errichtet wurde. Durch den dortigen Park gelangten sie über den Bückeburger Hausberg Harrl nach Bad Eilsen, wo zur allgemeinen Überraschung durch den Kurpark geradelt werden darf. Die dort sonst herrschende Ruhe wurde von einem tieffliegendem MilitärAirbus und Looping drehenden Hubschraubern gestört: Mit Flugmanövern machte die fliegende Truppe im Rahmen des Bundeswehrtages vom nahe gelegenen Flugplatz Achum aus spektakulär auf sich aufmerksam. Unspektakulär verlief für die Velosophen dagegen die Heimfahrt mit der S-Bahn nach einem tollen Tagesausflug. 

red, 13.06.2016, 11:07
Redakteure CON

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