Kneipp-Verein wandert auf den Spuren von Laves

Gehrden / Wennigsen. 

Einen wunderschönen Tag zum Wandern erwischten die sechszehn Mitglieder des Kneippvereins Wennigsen/Gehrden am 14. Juli, als sie sich gemeinsam mit Gisela Gehrmann mit dem Zug auf den Weg machten, Derneburg und Umgebung kennen zu lernen. Vom Bahnhof Holle aus führte der Weg durch das malerische Dorf mit seiner schönen Natursteinkirche und zahlreichen gepflegten alten Häusern. Bald ging es hinaus in das hügelige Umland mit vielen Getreidefeldern und Kirschbäumen, die zum Naschen einluden. Auf dem alten Pilgerweg, der durch viele Bildstöcke markiert wird, führte der Weg hinauf zur Burganlage Wohldenberg mit der gut erhaltenen Barockkirche St. Hubertus. Der Bergfried der Anlage bot eine wunderschöne Sicht bis zum Harz; der Brocken hatte leider eine Wolkenmütze aufgesetzt.

Nach einer kurzen Pause wanderten die Kneippianer an der Füllenquelle vorbei zum Ort Sottrum, in dem eine von Laves gebaute Kirche steht, und weiter zum Westberg. Am Waldrand genossen die Wanderer noch einmal den Blick hinüber zum Wohldenberg, bevor ein kräftiger Anstieg die Gruppe herausforderte. Bald war der Ort Derneburg mit dem Laves-Kulturpfad erreicht. Auf diesem Weg sind die besonderen Bauten des in Hannover sehr bekannten Architekten und Landschaftsgärtners Georg Friedrich Laves zu entdecken. Der Baudirektor ist 1817 vom Grafen zu Münster beauftragt worden, das Schloss, einen englischen Landschaftsgarten, sein Grabmal und weitere Gebäude des Schlossareals neu zu bauen.

An einer Teichkaskade stehen die aus Sandstein erbauten Fischerhäuser und im Wald oberhalb der Teiche befindet sich die Pyramide des Mausoleums, die ganz im ägyptischen Stil gebaut wurde. Nicht weit davon entfernt gab es den dorischen Teetempel zu entdecken, der nicht in diese Landschaft zu passen scheint. Bald öffnete sich der Wald und die Teilnehmer erblickten das imposante Schloss Derneburg, das heute im Besitz der Hall Art Foundation ist. Neben der Kunstsammlung von Andrew Hall sollen hier Austellungen internationaler Künstler gezeigt werden.

Direkt neben dem Schloss steht das Glashaus, ein Ausflugscafé und Kulturzentrum. Hier ließen es sich die Kneippfreunde beim wohlverdienten Kaffee und Kuchen gut gehen. In diesem ehemaligen Gewächshaus ist außerdem noch eine Ausstellung mit Zeichnungen von G.F. Laves sowie zeitgenössische Kunst zu sehen. Anschließend führte die Wanderung noch am Mühlengraben, der Nette und einigen schönen Teichen vorbei zur Lavesbrücke, einem Nachbau der alten Brücke, die früher das Schloss mit den Teichen verband. Nach einem ausgefüllten Wandertag mit mannigfachen Eindrücken entlang der 16 Kliometer-Route erreichten die Ausflügler den Bahnhof, um die Heimfahrt anzutreten.

Bericht: Gisela Gehrmann / Fotos: Gudrun Vorreiter, 25.07.2016, 09:46
Redakteure CON

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