Siedler informierten sich über Dichtheit

Hohenbostel. 

Die Siedlergemeinschaft Hohenbostel–Bördedörfer informierte ihre Mitglieder jetzt über die Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen:

"Die Dichtheitsprüfung von Abflußrohren ist eine Vorgabe der EU an die Länder. Der Bund und die Bundesländer haben dies durch Verordnungen an die Kommunen weiter delegiert. Die Dichtheitsprüfung wurde dann in die Abwasserbeseitigungsabgabensatzung aufgenommen. Relevant sind hier die Paragrafen 6 und 11 . Der Hauseigentümer ist Eigentümer der Schmutz- und Regenwasserleitungen vom Haus bis zum Hauptleitungsanschluß und auch für den einwandfreien Zustand voll verantwortlich. Bei der Entwässerung unterscheidet man zwischen Misch- und Trennsystem. Die Stadt Barsinghausen hat ausschließlich das Trennsystem. Bei der Dichtheitsprüfung wird die Dichtheit der Abwasserleitungen vom Hausanschluss bis zum Kanalanschluss an kontrolliert. Abwasserleitungen müssen dicht sein, damit kein Abwasser austritt und die Umwelt (Grundwasser) belastet. Auch darf kein Fremdwasser in die Leitungen eindringen. Undichtigkeiten können durch Risse, undichte Muffen, Wurzeleinwuchs, eingedrückte und gebrochene Rohre oder defekte Rückstauklappen entstehen. Grundstückseigentümer werden von den Kommunen verpflichtet bis zu einem bestimmten Termin die Kanaldichtheitsprüfung durchzuführen, bis spätestens zum 31. Dezember 2033. Darüber hinaus ist  die Stadt berechtigt nach Paragraf 6 Absatz 6 der Abwasserbeseitigungsabgabensatzung und nach DIN 1986-30 zusätzliche Dichtheitsprüfungen anzuordnen, wenn es die Rechtslage erfordert. Zusätzlich gibt es noch Sonderregelungen, wann die Prüfungen vorab anfallen, z.B. bauliche Veränderungen, Strassensanierungen, Umbauten usw.. Dichtheitsprüfungen dürfen nur von zerifizierten Unternehmen durchgeführt werden. Die Dichtheitsprüfungen sind nach DIN 1610 für neue Abwasserleitungen und nach DIN 1986 Teil 30 für bestehende alte Hausanschlüsse durch Sachverständige durchzuführen. Die Dichtheit optische Inspektion ist nach DIN 1986-30 und bei Dichtheitsprüfung mit Luft- oderf Wasserdruck DR ! und DR 2 nach DIN 1986-30/ DIN 1610 zu überprüfen. Es gibt keine allgemeinen Regelungen zur Informationspflicht  der Dichtheitsprüfung. Der Grundstückseigentümer hat die freie Wahl bei der Suche nach einem Unternehmen. Aber Finger weg von unseriösen Diensten, die an der Haustür klingeln. Eine Dichtheitsprüfung über sieben Meter kann zwischen 600 und 800 Euro liegen. Sollten die Rohre defekt sein, kann die Reparatur auch mal 10.000 Euro überschreiten. Der Informationsabend war mit bis zu 80 Zuhöreren gut besucht. Es entstand zum Schluss eine lebhafte Diskussion und es wurden viele Fragen gestellt, die auch alle zur vollsten Zufriedenheit beantwortet wurden. Dieser Abend war wieder einmal ein voller Erfolg der Siedlergemeinsschaft", erklärte Siedler-Vize-Chef Hans-Joachim Tilgner.

red, 18.10.2016, 20:52
Redakteure CON

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