125 Jahre TSV Barsinghausen: Wie Phönix aus der Asche - Kunstrasenplatz entsteht

Barsinghausen. 

Für die Fußballer des TSV Barsinghausen ist es die wohl beste Entscheidung in der Vereinsgeschichte  gewesen – die Jahreshauptversammlung fasste am 21. April 2006 den Beschluss, den B-Platz in ein Kunstrasenfeld umzubauen. Vorher wurde bei schlechter Witterung auf der fast schon legendären Roten Asche gespielt. Gefürchtet von den Gegnern und den eigenen Spielern, da jede Grätsche ein enormes Verletzungsrisiko darstellte.

In engagierter Eigenleistung wurden alle Vorarbeiten durch die Mitglieder erledigt. 1.000 Tonnen Asche abgetragen, 400 Tonnen Schotter verteilt und verdichtet sowie schlussendlich 600 Quadratmeter Pflaster für neue Wege verlegt. Die Firma Tell Bau aus Norden verlegte schließlich den Kunstrasen, der nichts mehr mit den Belägen früherer Zeiten zu tun hatte. Vorbei die Gefahr der Brandverletzungen und bei Nässe wegflutschender Bälle, die das Spiel zu einer Lotterie machten.

Teppichgleich stellte sich das Feld beim ersten Betreten dar, nachdem die Fasern in der ersten Schicht mit 130 Tonnen Quarzsand stabilisiert und durch 600 Tonnen Gummigranulat aufgerichtet wurden.

Nach der Instandsetzung der Flutlichtanlage sowie der Reparatur der Zäune und Geländer wurde das Schmuckstück des Stadions am 22. Oktober 2006 nach rund drei Monaten Bauzeit feierlich eingeweiht. Fußball kann jetzt bis auf Frostperioden nach Schneefall bei jedem Wetter gespielt werden.

Der Schock nicht nur für die Fußballer folgte dann im Januar 2007 als der Orkan Kyrill über die Anlage fegte und durch den Baumbruch für ein großes Loch im neuen Spielfeld sorgte. Mit vereinten Kräften wurde auch dieses Problem und mittlerweile ist auch der neue Nachbar auf der anderen Seite der Ludwig-Jahn-Straße dem TSV wohl gesonnen. Nachdem sein Vorgänger alle über den Fangzaun fliegenden Bälle einsammelte, sind jetzt neue Zeiten des friedlichen Miteinanders angebrochen.

uw, 10.08.2016, 15:58
Redakteure CON

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