20.000 Euro für die Vorauswahl des Ersten Stadtrats

Barsinghausen. 

Mit Hilfe einer Personalberatungsfirma wird die Stelle des Ersten Stadtrats besetzt. Das setzten SPD, Grüne und FDP gegen die Stimmen von CDU, Aktiv für Barsinghausen und UWG durch. Die Kosten dafür liegen bei rund 20.000 Euro. Die UWG ging dabei noch einen Schritt weiter und sprach sich erneut gegen die Besetzung der Stelle des Ersten Stadtrats aus (CON berichtete). Dies wurde jedoch abgelehnt.

Kerstin Beckmann von Aktiv für Barsinghausen bemängelte insbesondere, dass die Ratsfraktionen nach dem vorliegenden Beschluss keinen Einblick in die Unterlagen sämtlicher Bewerber bekommen. Sie haben nur später Einblick in die Unterlagen der Bewerber, die von der Personalberatungsfirma vorausgewählt werden. „Damit geben wir unsere Entscheidungsmöglichkeit aus der Hand“, kritisierte sie. Bernhard Klockow (FDP) begrüßte, dass die Firma zwar die erste Auswahl treffen werde, der Rat aber schließlich aus diesen ausgewählten Personen selbst die Entscheidung für die Besetzung der Stelle trifft. Das sahen SPD und Grüne genau so.

Bürgermeister Marc Lahmann erinnerte daran, dass der derzeitige Erste Stadtrat Georg Robra von der damals eingesetzten Firma überhaupt nicht in die engere Wahl genommen worden war. "Ich habe mich dafür eingesetzt, dass Herr Robra auch zur Vorstellungsrunde eingeladen wird", so Lahmann.Auch er hält den Einsatz einer Personalberatungsfirma für überflüssig.

Wie CON berichtete, verlässt der derzeitige Erste Stadtrat Georg Robra Barsinghausen zum 1. Oktober nach nur 1,5 Jahren. Er gab für seinen Entschluss familiäre Gründe an (CON berichtete).

bri, 19.08.2016, 06:28
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 19.08.16 09:27:
Um 6100€ für Pro Beruf zu kompensieren, werden wieder die unmöglichsten Vorschläge aus der Mottenkiste gekramt. Dabei kommt man bei genauer Betrachtung auf eine ganz einfache Lösung. Das Geld für die Personalberatungsfirma zur Suche eine neuen 1. Stadtrates nicht verschwenden, sondern selbst eine ordentliche Vorauswahl nach festgelegten Kriterien treffen und dann auf Vorschlag des Bürgermeisters eine Wahl treffen. Und das alles erst nach der Kommunalwahl, wenn hoffentlich klarere Mehrheitsverhältnisse herrschen.
WernerF - , 19.08.16 10:17:
Wenn der jetzt leider scheidende 1. Stadtrat seinerzeit auch ohne das Zutun der beauftragten Personalberatungsfirma gefunden wurde, zeigt das doch, wie unnötig und wenig effektiv der Einsatz eines derartigen Unternehmens war.

SPD, Grüne und FDP sollten sich nochmals besinnen und auf die eigenen Fähigkeiten bei der Kandidatenauswahl vertrauen. Die eingesparten Haushaltsmittel könnten dann sinnvoller dort eingesetzt werden, wo sie wirklich notwendig sind, z.B. für „pro beruf“ oder den Straßenausbau.

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