Bahnhofstraße wird zur Hälfte saniert

Baudirektor Tobias Fischer (rechts) erläuterte beim Ortstermin die Pläne.Die Mehrheit der Anwohner entschied sich für diese Variante.Die Einmündung Bahnhofstraße / Osterstraße und die Verlegung der Bushaltestelle wurden kritisiert.

Barsinghausen. 

Sanierung in Teilstücken: Damit die Erneuerung der Bahnhofstraße nicht ins Stocken gerät, haben die Mitglieder des Bauausschusses bei zwei Enthaltungen einer Teilsanierung zugestimmt. Im Bereich von der Siegfried-Lehmann-Straße bis zum Volkers Hof soll so schnell wie möglich mit der Sanierung begonnen werden. Für die Planungen im südlichen Teil der Bahnhofstraße vom Volkers Hof bis zur Osterstraße gab es Kritik: insbesondere die Verlegung der Bushaltestelle von der Osterstraße in die Bahnhofstraße wurde moniert. Als geschäftsschädigend bezeichnete ein Anwohner die Pläne. Die Bushaltestelle existiert dort bereits, künftig soll jedoch eine weitere Buslinie dort halten.

Auch die neue Einmündung in die Osterstraße wurde kritisch gesehen. Nachdem zwei Stunden diskutiert worden war, schlug Marlene Hunte-Grüne (SPD) vor, den südlichen Teil der Bahnhofstraße in Verbindung mit der Sanierung der Osterstraße zu betrachten. Daraufhin wurde zunächst nur der Teilsanierung zugestimmt.

Vor der Ausschusssitzung hatte es einen Ortstermin in Höhe der Bahnhofstraße 10 gegeben. Diplom-Ingenieur Heinz Mazur vom Planungsbüro PGT und Baudirektor Tobias Fischer hatten den Anwesenden die Pläne noch einmal vorgestellt. Danach soll die Bahnhofstraße auf rund sechs Meter Breite verengt werden. Der westliche Fußweg wird deutlich verbreitert. Optisch getrennt durch eine Granitpflasterung entsteht daneben ein Mehrzweckstreifen, der für Parkplätze, Sitzgelegenheiten und Fahrradbügel genutzt wird. Zur Fahrbahn hin gibt es ein Rundbord sowie eine Rinne. Radfahrer nutzen wie Fahrzeuge die Straße. Dies war von Fred Wellhausen (FDP) bemängelt worden.

Wie Tobias Fischer berichtete, hatte sich die Mehrheit für den Ausbau des Fußweges und des Mehrzweckstreifens in rotem Klinker ausgesprochen.

Die Geschwindigkeit soll zunächst auf 50 Stundenkilometer begrenzt werden, bei Bedarf kann sie später auf 30 Stundenkilometer gesenkt werden.

Die Kosten für den gesamten Ausbau waren mit rund 1,2 Millionen Euro beziffert worden. Da die Bahnhofstraße im Sanierungsgebiet Soziale Stadt liegt, wird die Sanierung mit einem Drittel der Kosten bezuschusst.

bri, 30.09.2016, 11:47
Redakteure CON

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