Brandstiftungen: Staatsanwaltschaft und Stadt setzen Belohnung aus

Barsinghausen. 

Update siehe unten

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Hannover suchen weiterhin nach den Tätern, die vorsätzlich im Januar 2016 einen Rohbau einer Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße und drei vor dem Rathaus an der Bergamtsstraße geparkte Fahrzeuge der Stadt Barsinghausen angezündet haben. Zwischenzeitlich sind für Zeugenhinweise, die zur Ergreifung und Überführung der Täter einer oder beider Taten führen, seitens der Staatsanwaltschaft Hannover 2.500 Euro Belohnung ausgesetzt worden.

Rückblick: Am Samstag, 23. Januar, hatte ein Autofahrer den Brand in dem Rohbau der Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. Die Ermittlungen ergaben, dass sämtliche Fenster im Erdgeschoss eingeschlagen und darüber hinaus ein Baucontainer aufgebrochen worden war. Im Erd- sowie Obergeschoss des Rohbaus legten die Täter Feuer, wodurch ein Schaden in Höhe von zirka 100.000 Euro entstand.

  Fünf Tage später, am 28. Januar, bemerkte ein Anwohner Feuerschein vor dem Rathaus an der Bergamtsstraße und alarmierte die Brandbekämpfer. Bei deren Eintreffen standen drei Fahrzeuge der Stadt Barsinghausen in Flammen - sie brannten vollständig aus. Durch die Hitzeentwicklung wurden ein weiterer PKW sowie das Rathausgebäude leicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtschaden belief sich auf 50.000 Euro.

Zur Aufklärung der Taten wurde beim Zentralen Kriminaldienst Hannover eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Bislang konnten die Taten nicht aufgeklärt werden und es ist auch nicht bekannt, ob zwischen beiden ein Zusammenhang besteht.

Für Hinweise, die zur Ergreifung und Überführung der Täter einer oder beider Taten führen, hat die Staatsanwaltschaft Hannover eine Belohnung in Höhe von 2.500 Euro ausgesetzt.  Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter 0511/109-5555 entgegen. / bri, red. 24.06.2016, 10.58 Uhr

Update:

„Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft begrüße ich außerordentlich“ äußert Bürgermeister Marc Lahmann seine Zuversicht, dass sich durch die Belohnung neue Zeugen melden. Die Stadt Barsinghausen lobt ebenfalls eine Belohnung in Höhe von 2.500 EUR für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Täter führen, so dass sich die Belohnung auf 5.000 EUR erhöht. „Wir wollen den Anreiz erhöhen, dass sich Zeugen aus dem Umfeld der Täter melden“ erklärt Bürgermeister Marc Lahmann. „Die Brandanschläge im Januar haben die ganze Stadt Barsinghausen zutiefst erschüttert. Es handelte sich um einen Anschlag auf unsere Demokratie. Daher ist es nur richtig, alle Mittel und Möglichkeiten auszuschöpfen, die zur Aufklärung dieser Taten beitragen.“

bri, now, hil, 24.06.2016, 18:15
Redakteure CON

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