Bündnis "Barsinghausen ist bunt" wehrt sich gegen die AfD

Ingo Arlt, Sybille Bruchmann-Busse und Pastorin Ute Kalmbach vom Bündnis "Barsinghausen ist bunt".

Barsinghausen. 

Das Bündnis „Barsinghausen ist Bunt“ hatte zu einem Pressegespräch eingeladen um über die Internetaktivitäten des Stadtverbandes Barsinghausen, Ronnenberg und Wennigsen der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und ihrer Protagonisten zu informieren und um die bisherigen und zukünftigen rechtlichen Schritte darzustellen. Laut Ingo Arlt, Sybille Bruchmann-Busse und Pastorin Ute Kalmbach vom Bündnis zeichnen sich diese Aktivitäten durch Beleidigungen, Verleumdungen und fremdenfeindliche Hetze aus. Gleichzeitig bleiben ihrer Meinung nach etwaige kommunalpolitische Ziele größtenteils im Dunkeln. „Nach außen gibt sich der Ortsverband der AfD als unauffällig, was sich aber im Internet und in sozialen Netzwerken ganz anders darstellt“, erklärte Arlt, der dieses mit Beispielen als Screenshots aus dem Internet während des Pressegespräches belegte.

„Wir haben eine Entwicklung in der rechten Szene, die wir von früher her kennen, nur dass das Ganze jetzt im Internet stattfindet“, ergänzt Bruchmann-Busse. „Wo es gegen geltendes Recht verstößt, werden wir das zur Anzeige bringen“, so Bruchmann-Busse weiter. Einmal bereits habe der AfD-Stadtverbandsvorsitzende, Clemens Hafemann, einen Strafbefehl wegen Beleidigung einer jungen Frau hinnehmen müssen. Das Bündnis ist gewillt auch weiterhin dem Ortsverband der AfD auf die Finger zu schauen und bei strafrechtlich relevanten Vorfällen diese auch zur Anzeige zu bringen.

Zurzeit hat das Bündnis einen Strafrechtsanwalt damit beauftragt, vorhandenes Material strafrechtlich zu bewerten und bei entsprechender Relevanz, bei den zuständigen Behörden zur Anzeige zu bringen. Laut Arlt sei dies beim bisherigen Stand der Begutachtung in mindestens zwei bis drei Angelegenheiten der Fall.

Laut Ingo Arlt hat der Vorsitzende des Ortsverbandes der AfD, Clemens Hafemann, im Jahr 2012 einen NDP-Stützpunkt in Barsinghausen als Funktionär gegründet, aber sich dann im Jahr 2014 bei der AfD beworben. In diesem öffentlich bekannten Bewerbungsschreiben gab Hafemann allerdings an, bisher keiner anderen Partei zuzugehören.

Laut dem Bündnis greift der Ortsverband der AfD Andersdenkende im Internet an, indem er unbewiesene Behauptungen auch gegen Privatpersonen aufstelle. Das Bündnis „Barsinghausen ist Bunt“ appelliert an alle  Bürger, sich gegen unberechtigte Unterstellungen oder Beleidigungen im Netz zu wehren und Anzeige zu erstatten.


krü, 28.10.2016, 18:03
Redakteure CON

Kommentare

FoxTwoK - , 29.10.16 10:39:
Wie wäre es denn, wenn sich die etablierten Parteien mal mit der AfD richtig auseinandersetzen würden, anstatt immer nur zu sagen, dass man mit der AfD nichts zu tun haben will! Wir leben in einer Demokratie, und da müssen sich auch die etablierten Parteien mal dran gewöhnen, dass solche Parteien, wie die AfD ebenfalls zu unserer so hochgelobten Demokratie gehören und man sich mit ihr befassen muss! Vielleicht sollten die etablierten Parteien auch mal ihre Politik überprüfen - ohne Grund bekommt die AfD sicher nicht so viel zulauf! Und ALLE, die von den etablierten Parteine zur AfD wechseln (als Wähler und Politiker) sind garantiert keine Nazis!
Die Kritische - , 29.10.16 15:14:
Ich kann FoxTwok zustimmen: Demokratie bedeutet auch akzeptieren: Die AfD ist eine zugelassene Partei. Also muss sie akzeptiert werden. Die Aussagen der etablierten Parteien "mit der AfD reden wir nicht" ist "Kindergartenverhalten". Sich mit den Argumenten der AfD auseinandersetzen, (selbst wenn sie noch so "daneben" sind) und der AfD "den Wind aus den Segeln" nehmen, dass müssen die anderen, die anders denkenden sogenannten etablierten Parteien aufgreifen. Wenn allerdings Bürgerinnen und Bürger von einem SPD-Politiker als "Pack" bezeichnet werden und Demonstranten der "Stinkefinger" gezeigt wird, muss man sich nicht wundern, wenn sich Wählerinnen und Wähler abwenden!
Michael Mausolf - , 31.10.16 14:44:
Irgendwie hat diese Zeitungsmeldung nichts greifbares. Ich verstehe auch die Redakteure nicht,warum so etwas überhaupt veröffentlicht wird. Mir als Leser scheint es eher so,dass hier lediglich Schmutz geworfen werden soll. Man muss die AFD nicht mögen,aber auch diese Gruppierung hat Menschen in ihren Reihen und für die gelten eben auch alle Demokratischen Rechte. Ausgrenzung ist Ausgrenzung,egal wie und von welcher Seite es praktiziert wird,darüber sollte sich die Herrschaften unbedingt Gedanken machen.Der große Störfaktor,der sich wohl tatsächlich Strafbar gemacht hat ist scheinbar entfernt,alles andere ist wohl nur Ansichtssache. Schade dass die Gegenseite nicht gleichberechtigt persönlich Stellung beziehen durfte. Da auch die Kirche durch eine Pastorin direkt in dieser Angelegenheit involviert ist,werde ich mir überlegen die Kirchensteuer einzusparen. Ich hoffe wir erfahren den Ausgang der Anzeigen, Klagen und so weiter in ähnlicher Aufmachung. denn nach diesem Bericht muss man uns Lesern das Ergebnis schon mitteilen. Schließlich haben wir ja ein Recht auf verspätete Meinungsbildung.

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