Diskussion über Rechtspopulismus

Veranstalter Franziska Schröter von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Sebastian Meise vom DGB (rechts) mit den Gästen der Diskussionsrunde.

Barsinghausen. 

Der DGB-Landesbezirk und die Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen veranstalten zur Zeit eine Diskussisons- und Informationsveranstaltungsreihe zum Thema Rechtspupolismus in mehreren Städten in der Region. Heute Abend waren die Veranstalter zusammen mit Gästen aus der Region im ASB Bahnhof in Barsinghausen. Zu ihnen gehörten unter anderem ein Vertreter der IG Metall Hannover, des Kirchenkreises Ronnenberg und ein Sprecher des Niedersächsischen Landtags. Unter dem Titel „Protest, Populismus, Politikalternativen ?“ diskutierten sie zusammen mit interessierten Bürgern über die Ausbreitung des Rechtspopulismus in Deutschland.

Das Vorwort der Diskussionsrunde hatte Alexander Häusler, AfD-Experte aus Düsseldorf. Dieser stellte den modernen Rechtspopulismus als politische Strömung vor und zeigte Abgrenzungen zum Rechtsextremismus auf. Dargestellt wurde beispielsweise die Interpretation des Begriffes „Volk“, im rechtspopulistischen Gebrauch. „Rechtspopulisten meinen, wenn sie vom Volk reden, eine politisch homogene Masse, die sich der „politischen Elite“ entgegenstellen muss“, so Häusler. Es sei in dieser Masse kein Platz für Andersdenkende, alle haben das selbe Ziel und die selben Feindbilder. Zur rechtspopulistischen AfD sagte Häusler: „ Die AfD hat sich von einer Anti-Euro Partei, zu einer Anti-Flüchtlings-Partei gewandelt. Bisher ist es noch lediglich eine Protestpartei, ein Ventil für politisch Unzufriedene“.

Ingo Arlt von der IG Metall stellte die Haltung der Gewerkschaften gegenüber rechtem Gedankengut dar: „Generell haben alle Gewerkschaften antifaschistische Grundsätze“. Solidarität untereinander sei  jedoch wichtig, um als Gewerkschaft politische Kraft zu haben.

Antje Marklein vom Kirchenkreis Ronnenberg stimmte der Bedeutung von Solidarität zu. Sie sähe jeden Tag, dass die Solidarität in der Bevölkerung wachsen würde, gerade wenn es um freiwillige Hilfe bei der Arbeit mit Flüchtlingen gehe. Jedoch sprach sie sich dafür aus, Taten für sich sprechen zu lassen und der Gesellschaft damit den Weg zu zeigen.

Abschließend sprach Michael Hans Höntsch, Sprecher gegen Rechts der SPD-Fraktion im Landtag, von seinen Begegnungen mit Rechtspopulismus. In den Straßen von Hannover, gerade bei Infoständen in der Stadt, spüre man die Feindseligkeit. Insbesondere betonte Höntsch seinen Standpunkt bezüglich der AfD: „Die Mitglieder der Alternative für Deutschland sind keine Demokraten.“

luk, 24.08.2016, 20:55
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 25.08.16 10:21:
Linke erklären "Rechts". Was dabei herauskommt, ist vorher klar. Daher ist auch das "Interessierte Publikum" im Voraus bekannt und man stimmt sich gegenseitig eifrig zu. Auf die Argumente der vermeintlich "Rechten" wird garnicht eingegangen, denn das sind ja Keine, sondern "Hetzparolen", "Deutschtümelei", und "Vorstellungen von Vorgestern". Solange aber in der Flüchtlingsfarge eine "überwältigende Hilfsbereitschaft" vorherrscht, während es gleichzeitig eine reale Armut in Deutschland gibt, die einfach totgeschwiegen wird, solange wird es den Populisten auch gelingen, Zustimmung bis tief ins bürgerliche Lager zu generieren. Wenn eine alleinstehende Frau von ihrer Arbeit nicht leben kann, aber ca. 5€ zuviel verdient, um unterstützt zu werden, dann fragt die sich einfach, "warum bekommen "Die" alles und ich nichts. So etwas schürt den Unmut und treibt Menschen in die Arme der vermeintlich Rechten. Das Diese noch ganz andere Ziele haben, wird dabei einfach ausgeblendet.
S.Busse - , 25.08.16 17:55:
Sehr geehrter Herr Mues, leider waren Sie gestern nicht da, sonst hätten Sie ja mitdiskutieren können. Wie Sie sicher aus eigener Erfahrung als Kandidat zur Kommunalwahl wissen, lassen sich die Diskussionen von zwei Stunden nicht in den wenigen Zeilen eines CON-Berichtes in ihrer Fülle wiedergeben. Deswegen berichte ich Ihnen gern, was Sie vermissen. Es ist sehr wohl im zweiten Teil des Abends intensiv genau über Ihre Fragen und Feststellungen intensiv diskutiert worden, nämlich was alle Beteiligten für Ansatzpunkte zur Beseitigung der gegenwärtigen und zukünftigen (Renten!!!) realen Armut sehen, die Sie so richtig geschildert haben. Also kommen Sie einfach das nächst Mal und reden Sie mit.

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?