Echten Ökostrom von lokalen Produzenten beziehen

Egestorf / Gehrden. 

„Wir machen unsere eigene Energiewende – Echten Ökostrom von lokalen Produzenten beziehen“ ist das Motto des Unternehmens „Strombewegung Calenberger Land“. Dr. Johannes Voges stellte die Unternehmensidee in einem Gespräch mit der FDP vor. Die Idee hinter der lokalen Energiewende ist die direkte Verbindung von Stromproduzenten mit den Verbrauchern vor Ort. „Für den Calenberger Landstrom müssen wir Produzenten gewinnen und Verbraucher finden, die mit uns diese Idee gemeinsam umsetzen“, so Johannes Vogel zu den vorrangigen Unternehmenszielen. Als fortschrittlicher Energielieferant sollen innovative Ökostromprodukte mit regionalem Fokus angeboten werden. Die Strombewegung versteht sich als Partner der Akteure vor Ort. Zuerst müssen die Stromproduzenten für das Konzept gewonnen werden. Mit Betreibern von Windkraftanlagen, Biogasanlagen und den zahlreichen Solaranlagenbetreibern sind lokale Stromerzeuger vorhanden, die ihre Energieerzeugung an die Strombewegung verkaufen könnten. Aktuell gehören zwei Biogasanlagen, darunter eine in Ronnenberg, zu den Anbietern. Und auch die in Landringhausen stehende Biogasanlage, die von Voges und Mitgliedern der FDP in der vergangenen Woche besichtigt wurde, könnte zu den Anbietern gehören. Dieser Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen von lokalen Produzenten und garantiert ohne Atomstrom und Energie aus fossilen Stoffen wird dann an die Endverbraucher – quasi vom Nachbarn zum Nachbarn - weitergeleitet.

So soll die Idee vom lokalen Strommarkt im Calenberger Land als lokaler Beitrag zur Energiewende umgesetzt werden. Die Verbraucher kaufen günstigen regionalen Ökostrom und gewinnen zugleich Klarheit über die Art, Menge, Ort und Zeit der Stromerzeugung. Somit wird auch auf die Transparenz gesetzt. Die „Strommacher“ werden in eine regionale Direktvermarktung eingebunden und gewinnen am Image unter dem Motto „Ich produziere für meine Nachbarn“.

Jeder Verbraucher erhält einen digitalen Zähler mit Funkverbindung. Im viertelstündigen Rhythmus wird der aktuelle Stromverbrauch aufgezeichnet, Schwachstellen können aufgespürt, das Verhalten des Stromverbrauchers verändert werden. Durch die automatische Ablesung und laufende Kontrolle mit Weitergabe der aktuellen Verbrauchswerte über Funk an ein Handy können Einsparungspotentiale erkannt werden. Interessierte Verbraucher können sich unter www.strombewegung-calenberger-land.de über das Projekt und weitere Einzelheiten informieren.

Wie CON berichtete, unterstützte die Stadt Gehrden das Start up-Unternehmen in der Pilotphase mit der Installation von Funkmastenanlagen auf dem Burgbergberg, der Oberschule und am Feuerwehrhaus (CON berichtete).



bri / we, 24.06.2016, 19:21
Redakteure CON

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