Erster Stadtrat verlässt Barsinghausen

Bürgermeister Marc Lahmann (links) bedauert, dass Erster Stadtrat Dr. Gorg Robra Barsinghausen zum 1. Oktober verlässt.

Barsinghausen / Rheda-Wiedenbrück. 

Fast zwei Jahre hatten sich Ratsmehrheit, Opposition und Bürgermeister um die Besetzung des Postens des Ersten Stadtrates gestritten, bis im Januar 2015 Georg Robra das Amt antreten konnte und erfolgreich ausführte. Heute nun erfuhr die Öffentlichkeit, dass Robra gestern in Rheda-Wiedenbrück zum Ersten Beigeordneten gewählt wurde und daher zum 1. Oktober Barsinghausen verlassen wird. Der Schritt sei aus persönlichen Gründen erfolgt, Bürgermeister Marc Lahmann bedauert den Weggang. Der 42-jährige stammt aus Herford, sein neuer Dienstort in Rheda-Wiedenbrück ist nur 30 Minuten von seiner Heimatstadt entfernt.

 

Wie Robra erklärte, seien rein private Gründe Anlass für die Entscheidung. „Sie ist mir nicht leicht gefallen, ich finde Barsinghausen und ich haben gut zusammen gepasst“, sagte er. Üblicherweise sage man, dass man sich zweimal im Leben sieht. „Seit ich in Basche angekommen bin, weiß ich, dass es heißt, man sieht sich zweimal am Tag“, sagte er lachend. Gerade diese Nähe habe ihm gut gefallen. „Es ist ein gutes Miteinander“, betonte er. Wichtig ist Robra, dass die Bürger wissen, dass es keinen Dissenz gegeben hat. „Es hat mir hier gut gefallen, aber jetzt entscheide ich mich dafür, meine Vaterrolle intensiv zu übernehmen“, betonte er. Seine Kinder, die zehn und 17 Jahre alt sind hatte er in den vergangenen Monat nur selten gesehen. „Ich habe versucht, zumindest an einem Tag in der Woche zu ihnen zu kommen“, berichtete er. Als ihn eine Personalentwicklungsfirma ansprach und ihm die stelle in Rheda-Wiedenbrück vorschlug, bewarb er sich. Die Entscheidung des Rates vom ersten Gespräch bis zur Wahl am vergangenen Freitag, dauerte gerade zehn Tage. Der Bürgermeister erfuhr Anfang letzter Woche von den Ereignissen. „Ich hätte mich gefreut, wenn er geblieben wäre, kann seine Beweggründe jedoch verstehen“, sagte Lahmann.

Heute Morgen wurde die Fachdienstleiter in einer Sitzung informiert; auch die Ratsfraktionen erhielten eine Mitteilung. Inzwischen gibt es mehrere Stellungnahmen. Der Weggang von Georg Robra wird von allen Seiten bedauert.

Wie der Bürgermeister mitteilte, wird er zur nächsten Ratssitzung eine Vorlage vorbereiten, um die stelle neu auszuschreiben. Er geht davon aus, dass der neue Rat nach der Kommunalwahl darüber entscheiden wird. „Ich hoffe, dass die stelle noch in diesem Jahr ausgeschrieben wird“, sagte Lahmann. Er werde vorschlagen, dass Baudirektor Tobias Fischer bis zur Neubesetzung des Amtes als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters fungieren werde.

 

 

hug, 05.07.2016, 10:36
Redakteure CON

Kommentare

WernerF - , 05.07.16 13:46:
Schade, dass er geht. Er hat sich in der Flüchtlingsarbeit sehr verdient gemacht.

Klar, dass sich jetzt die Pöbler vom rechten Rand die Hände reiben und sich auf ihrer Kommunikationsplattform bereits darüber lustig machen.
Carolina Drewes - , 05.07.16 18:05:
WernerF, Sie sind ein ganz schlauer !
Ich sage zum Abegangen von Herrn Robra einfach nur JAPPA DAPPA DU !!!
Nein ich bin nicht Rechts, nur für Gerechtigkeit !
Carolina Drewes - , 05.07.16 18:07:
WernerF, Sie sind ein ganz schlauer !
Ich sage zum Abgang von Herrn Robra einfach nur JAPPA DAPPA DU !!!
Nein ich bin nicht Rechts, nur für Gerechtigkeit !
henningz - , 05.07.16 18:13:
Äußerst bedauernswert finde ich es, dass Georg Robra Barsinghausen wieder verlässt. Wir verlieren in ihm einen tatkräftigen und engagierten Menschen, der nicht schlaue Reden führt, sondern einfach mal die Sachen anpackt und vor allem auch die Nähe zu seinen Mitbürgern sucht. Das ist aber nicht alles, denn abseits vom kommunal- und tagespolitischen Geschehen kann man begeistert mit ihm diskutieren, aber auch einfach mal gemütlich ein Bier trinken und Fußball gucken. Schade :(
Deisterjäger - , 06.07.16 12:02:
... reisende Leute soll man nicht aufhalten.

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