Flüchtlinge heißen ihre Nachbarn willkommen

Barsinghausen. 

Zu einem großen Willkommensfest hatten die Bewohner des Flüchtlingsheims an der Hannoverschen Straße geladen und viele Bürger und Nachbarn der Unterkunft waren gekommen, um mit den neuen Mitbürgern der Stadt Barsinghausen zu feiern und sich kennenzulernen.

Begrüßt wurden die Gäste durch Dr. Dirk Härdrich, den Sprecher des Willkommenskreises, sowie Pastorin Uta Junginger und den scheidenden Ersten Stadtrat Dr. Georg Robra, dem es eine Herzensangelegenheit war, an dem Fest teilzunehmen. Robra erinnerte in seiner Rede an den Brandanschlag, den es auf die im Bau befindliche Unterkunft gab, und mahnte zu einem guten Miteinander aller Bürger. „Diese Gebäude stehen für eine Hoffnung, dass ein Miteinander in dieser Stadt besser gelingen kann“, so Robra, der trotz seines Weggangs zuversichtlich und optimistisch für Barsinghausen in die Zukunft blickt. Pastorin Junginger begrüßte die neuen und die alten Nachbarn und wünschte allen eine schöne Feier. „Heute wollen wir alle ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass ihr in Barsinghausen willkommen seit“, so Junginger. Die Stadt Barsinghausen hat gemeinsam mit dem Willkommenskreis der Mariengemeinde "Willkommen in Basche" und den Bewohner die Feier geplant und ausgeführt.

Die Bewohner selbst haben sich ein Hausfest gewünscht und wollen damit ein Zeichen des Wohlfühlens setzen. Unterstützt wurde das Willkommensfest unter anderem durch die Stadtsparkasse, den ASB, den REWE-Markt und der Bäckerei Hünerberg. Neben einem kulturellen Programm mit Musik und Tanz gab es weitere kleine Aktionen, die für ein freundliches und friedvolles Miteinander sorgen sollen. Untere anderem hatten die 85 Bewohner der Unterkunft, die aus 19 unterschiedlichen Nationen stammen, teilweise auch Speisen und Getränke aus ihrer Heimat zubereitet und so kam man bei leckeren Köstlichkeiten mit den Gästen ins Gespräch. Hierbei konnten auf unkomplizierte Weise schon etliche Vorurteile auf beiden Seiten aus dem Wege geräumt werden. Die Bewohner haben auf Stellwänden ihre Wünsche und Bedürfnisse gesammelt und die Mitglieder von „Willkommen in Basche“ stellten ihre Angebote vor. „Nachhaltige Angebote werden dringend gebraucht und auch dankend angenommen“, berichtete Gesche Reinstrom, Koordinatorin des Flüchtlingsheims vorab. In jedem Fall ein gelungener Tag und ein weiteres Zeichen dafür, dass geflüchtete und Hilfe suchende Menschen in Barsinghausen willkommen sind.
 

krü, 23.09.2016, 18:26
Redakteure CON

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