Flüchtlinge im Echo-Hotel: fristlose Kündigung ist vom Tisch

Das ehemalige Hotel in Bantorf wird auch weiterhin als Flüchtlingsunterkunft genutzt.Nach Aussage der Region soll das Flüchtlingsheim an der Einsteinstraße Mitte bis Ende Juli fertiggestellt sein.Das Asylbewerberheim am Ohweg in Großgoltern ist zum 30. Juni geschlossen worden. Es wird abgerissen.Das Asylbeweberheim wird bereits ausgeräumt. Gegenstände, die noch verwendet werden können, möchte die Stadt übernehmen.

Bantorf / Barsinghausen / Kirchdorf / Egestorf. 

Die Verwaltung ist mit der fristlosen Kündigung des als Flüchtlingsunterkunft genutzten, ehemaligen Echo-Hotels in Bantorf nicht durchgekommen. Der Betreiber hat seine Anwälte eingeschaltet. Diese sehen keine ausreichende Begründung für eine fristlose Kündigung. Die Rechtsvertretung der Stadt ist anderer Meinung – derzeit bleibt die Situation jedoch unverändert und die Stadt damit Mieterin des Gebäudes. „Das positive in der Sache ist, dass der Betreiber innerhalb von zwei Tagen nach der fristlosen Kündigung alle aufgeführten Mängel beseitigt hat“, sagte der Erste Stadtrat Georg Robra. Deshalb könne das ehemalige Hotel in Kürze voll belegt werden. Wegen fehlender Brandschutzmaßnahmen hatte die Stadt bisher nur 60 statt 130 Plätze belegen können. Wie CON berichtete, hatte die Stadt den Vertrag zum 14. Juni fristlos gekündigt, weil immer wieder Fristen verstrichen waren, bis zu denen der Betreiber seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen sollte.

Ganz unglücklich über diese Entwicklung ist die Verwaltung jedoch gar nicht, denn bis Ende Juli muss die Stadt noch rund 120 Personen aufnehmen, um die Quote zu erfüllen - und das Asylbewerberheim am Ohweg in Großgoltern ist Ende Juni vertragsgemäß geschlossen worden. Dessen Bewohner sind nun im Flüchtlingsheim an der Hannoverschen Straße untergebracht. Dort sind damit nur noch einige Plätze frei.

Das Flüchtlingsheim an der Einsteinstraße soll Mitte bis Ende Juli von der Region an die Stadt übergeben werden. Bis es eingerichtet ist, werden noch einmal einige Wochen vergehen. Das Flüchtlingsheim am Rottkampweg soll etwa einen Monat später fertiggestellt sein.

Wie Robra erklärte, werde es schwierig, diese Heime komplett zu belegen, da sich der Rechtsstatus der unterzubringenden Personen schnell ändern könne. „Wird ein Flüchtling zum anerkannten Asylbewerber stehen ihm zum Beispiel rund 45 statt bisher sechs Quadratmeter Wohnfläche zu“, erklärte Robra. Die Wohnheime der Region seien extra so konzipiert, dass kurzfristig auf den Wechsel reagiert werden könne. „Das geht jedoch nicht, wenn die Heime mit Flüchtlingen voll belegt sind“, so Robra.

 

 

 

bri, 06.07.2016, 14:00
Redakteure CON

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