"Ich mache das, so lange ich helfen kann"

Matthias Hanig im Büro ...... und an der Tischtennisplatte

Langreder. 

Es ist nicht unbedingt die klassische Funktionärskarriere, die Matthias Hanig hingelegt hat. Erst Anfang 2010 trat der heute 34-jährige in der Tischtennissparte dem TSV Langreder bei. Nur gut fünf Jahre später wurde er im März 2015 wenige Wochen vor seinem 33. Geburtstag zum 1. Vorsitzenden gewählt (CON berichtete).

Der leidenschaftliche Tischtennisspieler ist damit einer der jüngsten Ehrenamtlichen, die einen Sportverein führen. „Es war eine schwierige Situation“, erinnert sich Hanig. Vorgänger Hans Berge schwer erkrankt und wie in vielen Verein fand sich niemand, der das Amt übernehmen wollte. „Uns lag der Kindergarten Bärenstube sehr am Herzen und wir wollten die beste Lösung für den Verein“, sagt Hanig.

Es schwingt viel Herzblut mit, wenn er über den Verein spricht und sein „tolles“ Vorstandsteam. „Wenn sich nicht Bernd Norkus nicht um den Kindergarten kümmern würde, wäre es für mich schwer geworden“, betont der TSV-Chef. Dazu gibt es viele Mitglieder, die sich kümmern, wo angepackt werden müsse. Obwohl er in Egestorf und nicht in Langreder wohnt, hat Hanig ein Gespür, wie man im Dorf tickt. „Der TSV ist wichtig für die Dorfgemeinschaft und das Dorfleben und für die Leute ein zentrales Freizeitthema.“  

Deshalb sei die jüngste Neuaufstellung des Sportrings wichtig. Hanig hofft, dass die Egoismen in den Hintergrund treten und die Ideen „mit Leben gefüllt werden.“

Wäre er als Kommunalpolitiker der CDU nicht die geradezu ideale Besetzung, um auch im Barsinghäuser Rat die Lobby des Sportes zu stärken? Der Sport sei die größte Sozialgemeinschaft in Barsinghausen, habe in den vergangenen Jahren aber zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, bekräftigt Hanig. Das müsse sich ändern, vor allem, um Jugendliche zu beschäftigen. Eine Wahl in den Rat kann sich Hanig zum jetzigen Zeitpunkt trotzdem nicht vorstellen. „Was soll ich sagen, ist der 34-jährige erfrischend ehrlich. Der Beruf und seit acht Monaten ein süßes Töchterchen fordern Zeit. „Langfristig ist das aber eine Perspektive“, so Hanig.

Bei allen Verpflichtungen wird auch die Zeit für die eigenen Hobbies knapper. „Tennis habe ich seit anderthalb nicht mehr gespielt.“ Nur Tischtennis lässt er sich nicht nehmen.

Für den nötigen Freiraum sorgt Lebensgefährtin Katharina. „Sie unterstützt mich, wo sie kann, weil sie weiß, dass mir der Verein wichtig ist", sagt Hanig an dieser Stelle Danke. Wenn er zuhause Zeit hat, tut er das mit einem leckeren Essen. „Ich koche nämlich leidenschaftlich gerne“, verrät der TSV-Chef.

Wie lange er das bleiben möchte „muss man davon abhängig machen, inwieweit ich helfen kann.“ Die Mitglieder dürfen hoffen, denn – da lässt Hanig keine Zweifel: „Die Aufgabe hat viele schöne Seiten.“

Steckbrief Matthias Hanig:

Der gebürtige Magdeburger kam 1989 nach Egestorf. Kurios: Der Ausreiseantrag war bereits genehmigt, als 14 Tage später die Grenze aufging. Sportliche Heimat ist der TSV Egestorf, wo Hanig von 1992 bis 2009 Tennis spielte. Seit 2005 ist er als Finanz- und Unternehmensberater selbständig. Obendrein ist Hanig Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Kirchdorf/Egestorf/Langreder und war 2009 vor einem vorübergehenden Umzug nach Hannover sogar im Rat.

uw, 16.08.2016, 22:45
Redakteure CON

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