"In 2017 muss eine Lösung für die Nahversorgung gefunden werden"

Von links: Karl-Heinz Neddermeier, Bürgermeister Marc Lahmann, Dr. Roland Zieseniß, Gerald Schroth und Hans-Joachim Werner beim Jahresrückblick der CDU.

Barsinghausen. 

Knapp drei Wochen nach der letzten Ratssitzung in 2016 hat die Barsinghäuser CDU ein Resümee der getroffenen Entscheidungen gezogen und einen Ausblick auf die politische Arbeit des nächsten Jahres gewagt.  "Die CDU wird sich  streng an ihr Programm zur Kommunalwahl halten und diese Themen auch künftig abarbeiten", sagte der  Stadtverbandsvorsitzende Gerald Schroth. So sei unter anderem auf Drängen der CDU eine zusätzliche halbe Stelle in der Verwaltung geschaffen worden, um den Service für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu verbessern. Laut Schroth soll der Baubereich der Verwaltung im Laufe des Frühjahrs wieder komplett besetzt sein. Dies bestätigte auch der Bürgermeister Marc Lahmann. Ein weiteres Thema, welches die CDU auch in Zukunft im Blick haben wird, ist die Gewerbeentwicklung. Durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen und die Ansiedlung neuer Betriebe haben sich die Gewerbesteuereinnahmen und die gesamte finanzielle Situation der Stadt verbessert. „Aufgrund dieser guten Entwicklung hat sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt positiv entwickelt“, ergänzte Lahmann. Er teilte mit, dass die Arbeitslosenquote in Barsinghausen mittlerweile unter fünf Prozent liegt.

Laut Lahmann liegen auch die Baugenehmigungszahlen privater Bauherren auf hohem Niveau. Die CDU möchte zusätzlich die vorhandenen und in die Jahre gekommenen Wohnquartiere weiterentwickeln und fördern. „Hierbei wollen wir auch die Dörfer nicht abschneiden, denn alle 18 Ortsteile gehören dazu“, so Schroth. Sehr positiv sieht die CDU die Entwicklung, die in den letzten Jahren im Bereich des Bahnhofs stattgefunden hat. Dagegen sehen die Christdemokraten viel Arbeit im Bereich des Zentrums, insbesondere beim City Center. "Auf der Agenda für 2017 steht, dass eine Lösung für die Nahversorgung im Zentrumsbereich gefunden werden muss", sagte Schroth. Für viele ältere Bürger der Kernstadt sei die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs ein wichtiges Thema. Laut CDU ist insbesondere der Investor des City Centers jetzt gefragt und in der Pflicht, den Einkaufsbereich im Herzen der Stadt aufzuwerten. "Sollte es dort zeitnah keinen Fortschritt geben, warten genügend Interessenten mit anderen Lösungen für die Nahversorgung im Zentrum", betonte Schroth.

Ein weiteres Thema, mit dem sich die CDU im Jahr 2017 auseinandersetzen wird, ist der Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule (WSS). Das dort dringend etwas passieren muss, steht bei der CDU völlig außer Frage. "Allerdings stellen wir die frage, ob der bisherige Standort unter städtebaulichen Gesichtspunkten richtig gewählt ist", sagte CDU-Mitglied Hans-Joachim Werner. Weiter sollen die Infrastrukturen aller Schulen verbessert werden, nicht nur die der großen Schulen.

In puncto Vereine und Ehrenamt will sich die CDU weiterhin auf die Seite der Vereine und deren Mitglieder stellen. „Wir wollen die Arbeit der Vereine und der ehrenamtlich Tätigen weiterhin positiv begleiten“, erklärte Schroth, der unter anderem die Sportentwicklungsplanung als eine der wichtigen Aufgaben für 2017 benannte. Dort soll gemeinsam mit den Vereinen eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden, um die Gelder, die von der Stadt kommen werden, sinnvoll zu investieren.

In der Ratsarbeit sieht Schroth nach der Kommunalwahl eine positive Entwicklung, insbesondere in der Zusammenarbeit mit den politischen Gegnern. „Wir haben in den letzten Wochen eine politische Kultur mit den anderen Parteien entwickelt, um für viele Probleme Lösungen zu finden und ich hoffe, dass wir das in den nächsten fünf Jahren fortführen werden", so Schroth. Er bezeichnet die Ratsarbeit als einen "Wettbewerb der guten Ideen". 

krü / bri, 28.12.2016, 16:52
Redakteure CON

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