Jusos gedenken der Opfer des Nazi-Terrors

Maximilian Schneider, Tabea Härdrich, Laura Härdrich, Felix Miethe und Henrik von Meyenn säuberten die 45 Stolpersteine im Stadtgebiet.

Barsinghausen. 

Zum zweiten Mal haben die Jusos die 45 im Barsinghäuser Stadtgebiet verlegten Stolpersteine gereinigt und der Verfolgten der nationalsozialistischen Diktatur gedacht. Begonnen wurde am Stolperstein für Heinrich Glißmeyer in der Brinkstraße 19. Er ist am 16. Juli 1938 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet worden. Mit Hilfe des ehemaligen Stadtarchivars Eckard Steigerwald sammelten die Jusos Informationen über Heinrich Glißmeyer, der am 31. Mai 1890 geboren wurde. Erwar als Kaufmann und freier Anwalt tätig und wohnte abwechselnd in Hannover und in Egestorf. Am 19. Mai 1938 wurde er als „Arbeitsscheuer“ deportiert und starb bereits zwei Monate später.

Zum Gedenken an die vielen Verfolgten der nationalsozialistischen Diktatur sind in Barsinghausen 45 Stolpersteine verlegt worden. Jeder Stein weist auf eine in Barsinghausen aufgewachsene oder hier in den 1930/40er Jahren wohnende Person, die durch die Repressalien und Verfolgungen zu Tode gekommen ist. In der Regel sind die Stolpersteine in den Fußweg vor dem jeweiligen Wohnhaus eingelassen, wodurch die Wohnorte der einzelnen deutlich werden.

Die Siegfried Lehmann-Stiftung hat ein Faltblatt zu diesen zwischen 2006 und 2008 verlegten Stolpersteinen herausgegeben. Es enthält knappe Angaben zu den Personen, an die erinnert werden soll, und markiert die Stellen der verlegten Steine. Mit Hilfe des Faltblatts lassen sich die Verlegestellen der 45 Steine leicht finden. Es ist als pdf-Datei an diesen Text gehängt.



bri, 16.07.2016, 23:41
Dateien:
stolperstein_flyer_internet_02.pdf756 K
Redakteure CON

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