Kommunalwahl: Wie soll sich der Wohnungsbau entwickeln?

Symbolfoto.

Barsinghausen. 

Die künftigen Ratsfraktionen werden sich in den nächsten Jahren mit der baulichen Entwicklung der Stadt beschäftigen müssen. CON hat nachgefragt:

"Wie soll sich der Wohnungsbau (Ein- bzw. Mehrfamilienhäuser) in den nächsten Jahren entwickeln? Planen Sie weitere Neubaugebiete?"

SPD: Der neue Förderfonds des Landes für günstigen Wohnraum und die zusätzlichen Bundesmittel werden zur Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus genutzt. Im Stadtgebiet werden weitere Flächen für Sozialwohnungen auswiesen. Beim Wohnungsbau muss in den nächsten Jahren vermehrt der Blick auf den Bau von Mehrfamilienhäusern gelegt werden. Zusammen mit der Kreissiedlung oder anderen Wohnungsbaugesellschaften werden zügig neue bezahlbare Wohnungen geschaffen. Die Nachverdichtung in den vorhandenen Siedlungsgebieten hat Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete. In allen Ortsteilen soll eine angemessene Entwicklung möglich sein. Leerstände und der Verfall von Gebäuden ist zu vermeiden.

CDU: Wir brauchen einen gesunden Mix von Entwicklungsmöglichkeiten bestehender Siedlungsgebiete und neue Siedlungsgebiete mit unterschiedlichen Qualitätsstufen. Wir setzen auf kleinere und mittlere Entwicklungsflächen für Ein- und Mehrfamilienhäuser und der Einwerbung von Fördermitteln. Der Bau von bezahlbarem Wohnraum muss in Barsinghausen organisiert werden. Auch eine Wohnbebauung im Kerngebiet sollte möglich gemacht werden. Des Weiteren ist die Ausweisung von Wohngebieten in den Dörfern zu unterstützen, um die Altersstruktur positiv zu verändern und den Ortsansässigen die Möglichkeit zu geben im Ort zu bleiben.

Bündnis 90/Die Grünen: Bei vermutlich etwa gleichbleibenden Einwohnerzahlen, sollten vornehmlich Baulücken oder Hinterbebauung als Chance -besonders auch auf den Dörfern-  genutzt werden, auch weil hier bereits auf vorhandene Infrastruktur (Leitungen, Kanalisation, Straßen) zurückgegriffen werden kann.  Vor einigen Jahren hat der Rat eine Priorität für Neubaugebiete beschlossen. Falls die Bevölkerung stark wachsen sollte, könnten z.B. nördlich der Siedlung/westlich der Hannoverschen Straße (Fillinghäuser Feld) neue Häuser entstehen. Wichtig ist ein schonender Umgang beim Flächenverbrauch.

Aktiv für Barsinghausen Wählergemeinschaft (AfB): Bestehende Wohnbaugebiete haben für uns Priorität, dies gilt auch für die Innenstadt. Förderprogramme zur Sanierung und Nachverdichtung sind zu nutzen, um ältere Häuser attraktiv für junge Familien zu machen. Für Neuausweisungen wünschen wir uns eine Konzentrierung entlang der Bahnlinie. Dabei darf die Entwicklung der anderen Ortsteile nicht nachteilig eingeschränkt werden.

FDP: Für Mehrfamilienhäuser mit kostengünstigen Miet- und Eigentumswohnungen müssen dringend Bebauungspläne auf den Weg gebracht werden. Die langen Bearbeitungszeiten für diese Planungen sind nicht akzeptabel. Sofern die Bebauung von Flächen im Innenbereich nicht ausreicht, sind auch Neubaugebiete zu erschließen. Ferner sind Flächen zur örtlichen und fußläufigen Grundversorgung in den Ortsteilen zu bestimmen.

Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG): Der Wohnungsbedarf sollte idealerweise durch die Lückenschluss in der Innenstadt und die Weiternutzung und Modernisierung älterer Bebauung geschlossen werden, um die Stadt nicht weiter auszufransen und mehr Verkehr zu generieren. Gelingt dies nicht, muss die Stadt flexibel bleiben und ggf. weitere Neubaugebiete ausweisen. Es bringt nichts, die Menschen zu erziehen und trotz Nachfrage keine weitere Bebauungsmöglichkeit anzubieten. Die UWG ist der Ansicht die Stadt sollte in Zukunft über einen städtischen Wohnungsbau nachdenken.

Alternative für Deutschland (AfD): Das ist nachfrageabhängig. Die SGB berichtet über eine starke Nachfrage nach Bauplätzen. Ob die Bauabteilung der Stadtverwaltung neue Baugebiete ausweist, ist eine Zeit- und Kapazitätsfrage. Barsinghausen braucht junge Familien, die über die notwendige Kaufkraft verfügen, sich in dieser schönen Stadt anzusiedeln. Auch über die Förderung von Sanierungsmaßnahmen an alten Gebäuden ist nachzudenken.

bri, 08.09.2016, 20:55
Redakteure CON

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