Labora-Wertstoffhof bietet besonderen Service

Anna Bruns erläutert den CDU-Mitgliedern die Arbeitsweise auf dem Wertstoffhof.In der Halle werden die Wertstoffe sortiert.In der Werkstatt werden alte Gegenstände aufgearbeitet und Möbel aus Recyclingmaterialien gebaut.

Barsinghausen. 

Der Wertstoffhof von Labora in der Hannoverschen Straße ist über die Stadtgrenzen Barsinghausens bekannt: Im Schnitt gibt es täglich 120 Anlieferungen, an manchen Tagen sind es weit über 200. „Den Bürgern gefällt es, dass sie von Mitarbeitern empfangen werden, die mit anfassen und die Teile in die verschiedenen Container sortieren“, berichtet Anna Bruns, Anleiterin und Integrationsbeauftragte des Wertstoffhofes. Dieser Service ist auf den Wertstoffhöfen in der Region einmalig. „Gerade ältere Leute sind dankbar, dass ihnen die Arbeit abgenommen wird“, weiß Bruns aus Gesprächen. Die Mitarbeiter des Wertstoffhofes sind Teilnehmer verschiedener Qualifizierungsmaßnahmen der Jugendwerkstatt Labora. 20 Plätze für junge Menschen bis 27 Jahren stehen bereit, 15 sind derzeit besetzt. 13 Plätze werden über das Jobcenter besetzt, für sieben Plätze gibt es einen freien Zugang. „Unser Ziel ist es, junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten“, sagte Betriebsleiterin Daniela Scheibe bei einem Besuch der Barsinghäuser CDU sowie der Bundestagsabgeordneten Dr. Maria Flachsbarth und dem Europaabgeordneten Burkhard Balz. Die Teilnehmer erhalten Grundlagenqualifizierungen in den Bereichen Metall und Holz, Abfallbeseitigung und Recycling sowie Hauswirtschaft. „Die Teilnehmer kommen mit völlig unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu uns. Einige müssen erst einmal eine Tagesstruktur kennenlernen, andere sind schon direkt auf dem Weg ins Berufsleben“, berichtete Scheibe. Die Mitarbeiter vermitteln die Teilnehmer in Integrationskurse und Praktika. „Das ist nicht ganz einfach, denn es gibt nur wenige niedrig schwellige Praktikumsplätze, die lediglich so genannte Handlangertätigkeiten erfordern“, so Scheibe. Die Flüchtlinge unter den Teilnehmer sprechen oft kein Deutsch und warten monatelang auf einen Integrationskurs. „In dieser Zeit sinkt die Motivation deutlich und wir müssen täglich versuchen, sie neu zu motivieren“, sagte Scheibe.

bri, 04.08.2016, 16:08
Redakteure CON

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