Mauersegler bekommen Unterstützung

Tatjana Streletz, stellv. Regionalleiterin der Vonovia S.E. (vormals Deutsche Annington) kontrolliert mit einem Mitarbeiter die Nistkästen.Objektbetreuer Stephan Mahler mit Tatjana Streletz, stellvertretende Regionalleiterin der Vonovia S.E., und Naturschützerin Hannelore Owens.Ein Mauersegler beim Brüten. Foto: D. Erlenbach

Barsinghausen. 

Die Anzahl der Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben, Hausrotschwänzchen und Haussperlingen nimmt stetig ab – Grund genug für Naturschützerin Hannelore Owens, sich für die heimischen Gebäudebrüter stark zu machen. Unterstützung bekam sie von der Immobilienfirma Vonovia (vormals Deutsche Annington) im Langenäcker und in der Hans-Böckler-Straße. Durch künstliche Nisthilfen werden die Gebäudebrüter unterstützt, die besonders durch die Gebäudesanierung immer weniger natürliche Nistplätze finden. Heute wurden 26 Mauerseglernistkästen mit einfachem Einflugloch und ein großer mit mehrfachen Einfluglöchern gereinigt. „Angebracht wurden die Kästen in 2009 und seither stetig gereinigt“, berichtete Hannelore Owens. Sie lobte das Unternehmen für ihren Einsatz im Artenschutz. Es wäre schön, wenn sich andere Wohnungsbaufirmen ein Beispiel nähmen, so Owens.

Es sei eine verkehrte Welt, erklärt der NABU Naturschutzbund Deutschland: Während manche einst fast ausgestorbene Arten wie Kranich und Seeadler dank jahrzehntelangem Intensivschutz längst von der Roten Liste entlassen wurden, nehmen häufige Arten der 'Normallandschaft' wie Schwalben, Pieper, Schnäpper und Stare deutlich ab. In Europa habe die Zahl der Vögel in 30 Jahren um rund 420 Millionen abgenommen. Es seien die kleinen, häufigen Arten, die immer weniger werden, sagt der NABU und spricht dabei von einem Verlust von Millionen Sperlingen und Schwalben.

„Daher ist es ein gutes Gefühl, wenn man auf Menschen und Firmen trifft, denen der Schutz unserer Brutvögel, insbesondere der unter „Wohnungsnot“ leidenden Gebäudebrüter wichtig ist“, freut sich Hannelore Owens.

„Wir haben uns bereit erklärt, nach Sanierungsmaßnahmen an unseren Gebäuden, an denen Vögel brüten, nicht nur die natürlichen Nester durch künstliche zu ersetzen, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, sondern diese auch turnusmäßig reinigen zu lassen“,  sagt Tatjana Streletz stellvertretende Regionalleiterin in Hannover. Hannelore Owens macht deutlich: „Denn wird das vernachlässigt und ist das Nest voll mit Nistmaterialen oder gar verendeten Jungvögeln, die mangels genügend Nahrung oder aus anderen Gründen in den Kunstnistkästen sterben, würde der Ersatznistkasten nicht mehr angenommen.“  

bri / red, Foto: priv, Venovia, Nabu, 19.10.2016, 15:08
Redakteure CON

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