Messing: „Was wir in fünf Jahren Ratsarbeit erreicht haben, kann sich sehen lassen“

Die SPD zieht nach fünf Jahren Ratsarbeit eine positive Bilanz.Friedhelm Feldkamp, Pastor der Petrusgemeinde, beschrieb den Mitgliedern der SPD die vielen Nutzungsmöglichkeiten der Friedhofsfläche.

Barsinghausen. 

Die SPD-Barsinghausen mit Maximilian Schneider, Dr. Dirk Hädrich, Marlene Hunte-Grüne, Peter Messing und Bernd Gronenberg hat eine positive Bilanz aus den zurückliegenden Jahren der Ratsarbeit gezogen.Diese Arbeit ist laut dem Ortsverband aus der Koalitionsvereinbarung zwischen dem Ortsverein der SPD und dem Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen entstanden. „Wir haben jetzt fast fünf Jahre Ratsarbeit geleistet und die Entscheidungen waren nicht immer einfach, aber wir haben immer einen Weg gefunden“, erklärte Peter Messing. Eines der wichtigsten, aber auch umstrittensten, Themen war das Haushaltskonsolidierungskonzept. Dieses hat nicht nur für die Bürger, sondern laut SPD auch in der Verwaltung einschneidende Maßnahmen mit sich gebracht. Neben der Erhöhung der Grundsteuer und der Spielsteuer wurden unter anderem in der Verwaltung 22 Stellen gestrichen. Die Haushaltskonsolidierung wurde im Jahr 2012 mit den Stimmen der SPD, Bündnis90/Die Grünen und der FDP beschlossen und sollte die damalige Verschuldung der Stadt um zwölf Millionen Euro reduzieren. Mittlerweile hat die Stadt wieder einen ausgeglichenen Haushalt und kann in Zukunft unter anderem in Krippen, Kindergärten und Schulen investieren.

"Das Haushaltskonsolidierungskonzept war letztlich ein Erfolgsmodell“, so Bernd Gronenberg der Ratsvorsitzende von der SPD. Nun ist zwar der Haushalt ausgeglichen, aber Ratsherr Dr. Dirk Hädrich mahnte zur Vorsicht. „Eine gewisse Haushaltsdisziplin werden wir halten müssen, damit wir nicht wieder da landen, wo wir angefangen haben“, erklärte Hädrich. Mittlerweile gibt es allerdings auch aufgrund eines großen Mangels im Personalbereich der Stadt einen Investitionsstau von rund 13,7 Millionen Euro. Die Gelder sind freigegeben und könnten eigentlich investiert werden, wenn denn eine Bearbeitung der Vorgänge möglich wäre. Weitere Themen, die die SPD im Rahmen ihrer Ratsarbeit mit auf den Weg gebracht hat, waren unter anderem die Bürgerbeteiligung, Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung sowie die Reduzierung der Einschnitte durch die Haushaltskonsolidierung in die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren. „Das haben sich die Kameraden verdient, das wir uns für sie einsetzen“, erklärte Peter Messing.

Die SPD hat neben dem Blick in die Vergangenheit auch die Zukunft der Stadt Barsinghausen im Auge. So sollen unter anderem bei der Sportförderung neue Richtlinien mit dem Sportring erarbeitet werden und auch der Bereich des sozialen Wohnungsbaus soll schnell ermöglicht werden. Laut Maximilian Schneider von der SPD gibt es auch in Barsinghausen kaum noch günstigen Wohnraum.

„Was wir in den gut fünf Jahren Ratsarbeit erreicht haben, kann sich sehen lassen“, erklärte Peter Messing.

Mitglieder der SPD haben heute auch den Osterfeldfriedhof besucht. Anlass war die offenbar nicht geklärte Zukunft der dortigen Kapelle. "Vor einem Jahr hat der Rat mit 37 stimmen beschlossen, die Kapelle einem Trägerverein zu übertragen und aus der Grobe-Erbschaft Geld für die Renovierung zur Verfügung zu stellen", erläuterte Abteilungsvorsitzender und Ratsherr Dirk Härdrich. Geschehen sei offenbar bislang nichts. Das damalige Gutachten habe eine Nutzbarmachung der Toilette mit einer Zeitschaltuhr vorgesehen und auch eine mögliche Nutzung für Trauerfeiern. Zudem sollte das Holzvordach entfernt werden. Nach wie vor abe ist die Toilette nicht nutzbar, was für viele gerade der älteren Besucher des Friedhofs ein Problem darstellt. "Wir müssen mal klären, wie da der Sachstand ist nach einem Jahr", so Härdrich.

Friedhelm Feldkamp, Pastor der Petrusgemeinde, ging dann auf die weitere Nutzung des Friedhofs ein. Die große Fläche böte viele Möglichkeiten. So seien zum Beispiel Baumbestattungen möglich. Auch müsse langfristig überlegt werden, wie die Grabstellen anders angelegt werden könnten. Feldkamp zeigte bei der Begehung auch einige nicht oder kaum genutzte Flächen des Friedhofes.

Insgesamt sei es erforderlich, sich über die Bestattungskultur in Barsinghausen und das Zusammenspiel zwischen städtischen und kirchlichen Friedhöfen Gedanken zu machen. "Es kann doch nicht sein, dass ein städtischer Friedhof sehr viel teurer ist als ein kirchlicher Friedhof", so Feldkamp. Die Preise seien gerade für Menschen aus der Nordstadt sehr hoch. "Der nächste Rat sollte die Gelegenheit nutzen, sich sehr frühzeitig und vielleicht auch grundsätzlich Gedanken über die Neuordnung des Friedhofswesens Gedanken zu machen", schlug Härdrich am Ende der Begehung vor.

krü / red, 01.08.2016, 22:07
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 03.08.16 09:23:
Das im Wahlkamf auf die Erfolge der Vergangenheit hingewiesen wird, gehört wohl zum "Geschäft". Aber wie die SPD darauf kommt, das ihr die Reduzierung der Einschnitte bei den Feuerwehren zu verdanken sei, erschliest sich nicht. Einzig dem Stadtbrandmeister und den Fachleuten aus den Feuerwehren ist es zu verdanken, das die geplanten drastischen Einschnitte nicht vorgenommen wurden. Die Feuerwehr ist der Politik bis an die Grenzen des machbaren entgegen gekommen und hat auch Aufgaben übernommen, die heute die Verwaltung entlasten. Nur durch dieses große Engagement der Feuerwehr und letztlich durch einen sehr souveränen Stadtbrandmeister, konnten die Einschnitte zurückgenommen werden, welche die Politik glatt durchwinken wollte.

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