Pflegeausbildung wird deutlich verbessert

Die Teilnehmer des 3. Pflegegipfels setzen sich für das geplante Pflegeberufsgesetz ein.

Barsinghausen / Gehrden. 

Für das geplante Pflegeberufsgesetz haben sich die Teilnehmer des 3. Pflegegipfels ausgesprochen. „Dieses Gesetz ist eine Revolution und generalisiert die pflegerischen Ausbildungen“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Max Matthiesen. Dadurch verschmelzen die Ausbildungen der Altenpflege, der Kinderpflege und der Kinderkrankenpflege und vereinfachen den Wechsel zwischen Krankenhaus und ambulanter Pflege. Auch die Vertreter von ambulanten Pflegediensten und stationären Einrichtungen aus Barsinghausen und Gehrden befürworteten das geplante Gesetz. „In der dreijährigen Ausbildung gibt es 2.500 Praxisstunden“, erklärte Jörg Reuter-Radatz, Abteilungsleiter Gesundheit und Pflege bei der Diakonie Niedersachsen. Besonders für die Altenpflegeausbildung sei das neue Gesetz positiv, da es den Ausbildungsstandard deutlich erhöhe. Reuter-Radatz fordert, dass die Auszubildenden erst im zweiten Ausbildungsjahr über den Schwerpunkt in ihrer Ausbildung entscheiden sollen. „Zuvor sollten die angehenden Pfleger die Möglichkeit haben, sich genau über die drei Fachrichtungen zu informieren.

Die Teilnehmer des Pflegegipfels sprachen sich außerdem für eine Umlage der Ausbildungskosten auf alle Einrichtungen aus. „Wir beschäftigen sieben Auszubildende, die von einem extra ausgebildeten Praxisanleiter betreut werden“, berichtete Einrichtungsleiterin Grazyna Rapczynska. Die fundierte Ausbildung koste viel Geld. „Letztlich profitieren alle Einrichtungen vom gut ausgebildeten Nachwuchs. Da können die Kosten auch auf alle Einrichtungen umgelegt werden“, sagte auch Angelika Anderson von A.u.S. Mobile Krankenpflege und Sozialdienste.

Für Dr. Max Matthiesen ist es wichtig, den Kontakt zu Pflegenden zu halten. „Die Politik kann über etwas diskutieren, aber die Fachleute können uns sagen, wie es in der Praxis aussieht“, betonte er. Deshalb werde im Sommer der 4. Pflegegipfel stattfinden.

bri, 13.01.2016, 21:39
Redakteure CON

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