"pro beruf": Einigen sich die Politiker auf eine Finanzierung?

Barsinghausen. 

Die weitere Finanzierung der Arbeit von „pro beruf“ an den weiterführenden Schulen in Barsinghausen ist immer noch nicht gesichert. Zwar sprachen sich im Schulausschuss alle Ratsfraktionen dafür aus, dass die Arbeit von „pro beruf“ unbedingt fortgeführt werden müsse, bei der Übernahme der Kosten von 52.000 Europro Jahr und den Zeitraum gibt es aber unterschiedliche Auffassungen. So spricht sich die SPD dafür aus, dass die Stadt die Kosten für ein Jahr übernimmt. An einem Runden Tisch, den der Bürgermeister einberufen soll, Sollen Stadt Region, Bundesagentur für Arbeit, kirchliche Dienste, aber auch die örtliche Wirtschaft einschließlich der Stadtsparkasse Barsinghausen darüber beraten, wie die Finanzierung ab 2018 gewährleistet werden kann. Dagegen möchte die FDP die Kostenübernahme durch die Stadt für zwei Jahre festlegen. Die CDU hatte die Die Verwaltung aufgefordert die Finanzierung der Maßnahmen in Zukunft sicherzustellen und hierfür bei ausbleiben der Landesmittel alternative Finanzierungen zu erarbeiten. Aktiv für Barsinghausen stellte zudem einen Änderungsantrag, in dem die Forderungen der SPD noch erweitert wurden. Nachdem die Ausschussmitglieder feststellten, dass es zu dem Ursprungsantrag inzwischen diverse Änderungsanträge und -vorschläge gibt, sprachen sie sich einstimmig dafür aus, den Antrag als behandelt zu erklären und zur Sitzung des Verwaltungsausschusses gemeinsam einen neuen Antrag auszuarbeiten. Über diesen soll in der Ratssitzung am 18. August abgestimmt werden.

Erster Stadtrat Georg Robra erinnerte die Politiker daran, dass die Kostenübernahme durch die Stadt für den kommunalen Haushalt äußerst schwierig sei. „Die Arbeit von „pro beruf“ ist ohne Zweifel sehr gut. Aber die Mehrbelastung für den kommunalen Haushalt ist nicht förderlich. Hier werden wieder einmal Aufgaben des Landes auf die Kommunen heruntergedrückt“, kritisierte er.

„pro beruf“-Geschäftsführer Rudolf Schulz machte die Dringlichkeit der Entscheidung deutlich: „Habe ich bis zum Ende des Jahres keine Finanzierung, muss ich meine Mitarbeiter zum 1. Januar 2017 abziehen.“

bri, 10.08.2016, 19:53
Redakteure CON

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