"pro beruf": Stadt übernimmt 27.500 Euro

Barsinghausen. 

Die Finanzierung der Arbeit von „pro beruf“ an der KGS Goetheschule, der Lisa-Tetzner-Oberschule und der Bert-Brecht-Schule ist für ein weiteres Jahr gesichert. Bei einer Enthaltung entschied der Rat für die Übernahme der Kosten von 27.500 Euro für ein Jahr. Zuvor hatte es eine längere Diskussion und sogar eine Sitzungsunterbrechung gegeben.

Zwar sind sich alle Fraktionen einig, dass die Arbeit von „pro beruf“ weitergeführt werden sollte, jedoch herrschte keine Einigkeit über die Finanzierung. Bürgermeister Marc Lahmann hält es für falsch, dass die Kommune einspringt, wenn das Land die Arbeit nicht mehr finanziert. Ähnlich sieht das auch Aktiv für Barsinghausen, die mit einer Resolution das Land zu einer Fortsetzung der Arbeit auffordern wollen. „Das ist vorbei. Die Fakten liegen auf dem Tisch, da gibt es nichts mehr zu verhandeln“, machte dagegen Bernhard Klockow deutlich. Das Land habe entschieden, künftig Schulsozialarbeiter zu finanzieren und damit sei die Unterstützung der Arbeit von „pro beruf“ vom Tisch. „Wir müssen jetzt entscheiden, ob wir die Fortsetzung der Arbeit finanzieren wollen“, sagte er.

Die Kommunalaufsicht hatte mündlich mitgeteilt, dass eine Kompensation in Höhe des ursprünglichen Konsolidierungsbeitrags von 6.100 Euro beschlossen werden muss. Daraufhin hat die Verwaltung einige Einsparungsvorschläge vorgelegt (siehe Anhang). Als sich die Ratsmitglieder nicht einigen konnten, wo das Geld eingespart werden soll, erklärte Bürgermeister Marc Lahmann, dass er keinen Vertrag mir „pro beruf“ abschließen könne, wenn die Kompensation nicht beschlossen sei. „Das hat der Bürgermeister erfunden. Wir müssen nicht beide Entscheidungen gleichzeitig treffen“, platzte CDU-Ratsherr Max Matthiesen fast vor Wut. Und tatsächlich lenkte Lahmann ein: „Die Kompensationsmaßnahme muss noch in diesem Jahr getroffen werden, damit der neue Vertrag mit „pro beruf“ am 1. Januar 2017 wirksam werden kann“, sagte er.

Daraufhin wurde die Kostenübernahme durch die Stadt beschlossen und die Entscheidung über die Kompensation wird in einer der drei letzten Ratssitzungen in 2016 getroffen.

bri, 19.08.2016, 08:10
Dateien:
Pro_Beruf_Kompensationsmassnahmen_18.8.16B04_S02_aus_VA_vom_16_08_2016.pdf279 K
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Kommentare

FrankMues - , 19.08.16 09:27:
Um 6100€ zu kompensieren, werden wieder die unmöglichsten Vorschläge aus der Mottenkiste gekramt. Dabei kommt man bei genauer Betrachtung auf eine ganz einfache Lösung. Das Geld für die Personalberatungsfirma zur Suche eine neuen 1. Stadtrates nicht verschwenden, sondern selbst eine ordentliche Vorauswahl nach festgelegten Kriterien treffen und dann auf Vorschlag des Bürgermeisters eine Wahl treffen. Und das alles erst nach der Kommunalwahl, wenn hoffentlich klarere Mehrheitsverhältnisse herrschen.
S.Busse - , 19.08.16 14:16:
Klarere Verhältnisse? Die sind doch jetzt klar: es gibt eine Mehrheit von SPD und B90 Die Grünen im Stadtrat! Herr Mues, der für die CDU kandidiert, meint wohl eine Mehrheit für seine Partei.

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