Rot/Grün verliert absolute Mehrheit

Die Wahlergebnisse im Vergleich.

Barsinghausen. 

Die neue Zusammensetzung des Rates der Stadt Barsinghausen bringt einige Veränderungen mit sich. Die SPD war 2011 mit 15 Sitzen gestartet, hatte jedoch durch die Abspaltung von AfB zwei Sitze und den Wechsel von Hagen Riemer zu den Grünen einen weiteren Sitz abgeben müssen. Die verblieben zwölf Sitze hielt die SPD, konnte die Verluste jedoch auch nicht ausgleichen.

Die Grünen hatten 2011 demnach zunächst sieben Sitze, bekamen durch den Wechsel von Hagen Riemer später einen Sitz dazu. Im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 verloren sie dadurch "nur" zwei Sitze. Insgesamt hat Rot-Grün mit dem Ergebnis die absolute Mehrheit im Rat verloren. Auch die CDU hat nun einen Sitz weniger. Die damit insgesamt vier „freien“ Sitze werden von Kandidaten der AfD besetzt, die zum ersten Mal im Rat vertreten sind. Die Anzahl der Sitze im Rat sind bei FDP und UWG unverändert.

Eine Besonderheit bei dieser Wahl ist vor allem das Ergebnis des Kandidaten Friedhelm Feldkamp von der SPD, welches mit Abstand beste Ergebnis eines SPD Kandidaten bei dieser Wahl ist. Feldkamp stand auf Listenplatz fünf und wurde mit 1.261 Stimmen direkt in den Rat gewählt. Mehr Stimmen holte nur Max Matthiesen von der CDU. Dieser bekam 1.526 Stimmen. Ein Ergebnis mit mehr als 1.000 Stimmen erreichten auch Roland Zieseniß, 1.217 Stimmen, und Karl-Heinz Neddermeier, 1.123 Stimmen, von der CDU.

Die AfD erreichte aus dem Stand insgesamt 5.233 Stimmen. Michael Siedler-Borker ist dabei stärkster Bewerber mit 299 Stimmen. Stärkster Kandidat der FDP ist Bernhard Klockow, der mit 425 Stimmen weiterhin im Rat in Barsinghausen sitzt. Für einen Sitz in der Regionsversammlung reichte es für Klockow jedoch nicht.

Weiterhin auffällig ist, dass Markus Neugebauer, bisher Fraktionsvorsitzender der UWG, keinen Sitz im Rat ergattern konnte. Die Wählergemeinschaft „Aktiv für Barsinghausen“ konnte offiziell erstmals gewählt werden und hielt die beiden Sitze mit Kerstin Beckmann und Bettina Klein, die sich vorab von der SPD getrennt hatten, im Rat.

Die Neuverteilung des Rates sieht wie folgt aus:

SPD 12 Sitze (-3): Friedhelm Feldkamp (direkt), Reinhard Dobelmann, Günter Gottschalk, Laura Härdrich, Maximilian Schneider, Claudia Schüßler, Peter Messing, Marlene Hunte-Grüne, Henning Schünhof, Claudia Pannki, Ulrich Burkat und Stephan Täger.

CDU 11 Sitze (-1): Karl-Heinz Neddermeier, Tilman Kuban, Gerald Schroth, Lilli Bischoff, Max Matthiesen, Roland Zieseniß, Bernd-Konrad Bohrßen, Arndt Haller, Monika Senft, Ingeborg Becker und Ralf Schumann.

Grüne 5 Sitze (-2): Abdülselam Dogan, Ulrike Westphal, Christian Röver, Susanne Held und Susanne Kobrig.

FDP 2 Sitze (unverändert): Bernhard Klockow und Fred Wellhausen.

AfD 4 Sitze (+4): Michael Siedler-Borker, Clemens Hafemann, Peter Schulz und Ralf Busch.

UWG 2 Sitze (unverändert): Oliver Reich und Eva-Maria Runge.

AfB (+2 Sitze): Kerstin Beckmann und Bettina Klein.

bri/luk.12.09.2016, 23.50

luk, 12.09.2016, 12:54
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