So gefährlich ist der tote Winkel

Barsinghausen. 

Wie wichtig es ist, dass sich Radfahrer oder Fußgänger nicht im sogenannten „Toten Winkel“ eines LKW befinden, davon konnten sich die rund 220 Schüler des ersten bis vierten Jahrgangs der Adolf-Grimme-Schule (AGS) heute selber ein Bild machen. Bei vier von sechs Unfällen werden Kinder von rechts abbiegenden Lkws überfahren. Diese Kinder befanden sich im „Toten Winkel“ und die Lkw-Fahrer konnten sie nicht sehen. In Zusammenarbeit mit der StB Verkehrstechnik GmbH und der Firma Universal Transport, die einen LKW zur Verfügung stellten, sollten die Kinder nun für diese Problematik sensibilisiert werden.

Laut Tanja Thillmann, Konrektorin der AGS, ist das Thema Verkehrserziehung gerade in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. Das Erlebnis, in einem großen Fahrzeug zu sitzen und seine Mitschüler nicht mehr sehen zu können, ist besonders beeindruckend und nachhaltig. „Sicherheit steht auch bei uns an oberster Stelle und daher kommt unser Engagement in erster Linie den Kindern zugute “, erklärt Markus Bettac von der StB Verkehrstechnik GmbH. Jedes Kind nahm auf dem Sitz des Lkw-Fahrers Platz und lernte dessen Perspektive aus dem Führerhaus kennen. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich erstaunt darüber, dass kein Kind trotz Spiegeln aus der Sicht des Fahrers zu sehen ist, obwohl sich in dem Moment fast eine gesamte Schulklasse im Toten Winkel des LKW befindet. „Das Erlebte wird hinterher in den Klassen thematisiert und die Schüler haben oft noch vielen Fragen dazu“, erklärt Petra Ruth, Klassenlehrerin in der AGS.



krü, 21.10.2016, 17:58
Redakteure CON

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