Spielhallen müssen Abstand halten

Bernhard Klockow (Fünfter von rechts) und Mario Hoffmeister (Dritter von links) diskutierten über den Verbleib der Spielhallen.

Bantorf. 

Eine Änderung des Glücksspielvertrages des Landes Niedersachsen bringt die Kommune in eine problematische Lage. Laut dieser Änderung müssen Spielhallen bis spätestens zum Jahr 2021 100 Meter voneinander entfernt sein. Dies trifft auf die beiden Spielhallen in Bantorf nicht zu. Als Lösung dieses Problems soll dann eine Auslosung stattfinden, die entscheidet welche Spielhalle ihren Betrieb weiterführen darf und welche schließen muss. Die Schließung einer Spielhalle würde für die ohnehin schon wirtschaftlich schwache Stadt finanzielle Nachteile bedeuten. Unter anderem deshalb lud die FDP Barsinghausen zu einer Infoveranstaltung in der Spielothek ein. „Das neue Gesetz hat nicht nur Nachteile für die Stadt Barsinghausen, sondern ist auch eine Verletzung des Eigentumsrechts“, klagt Bernhard Klockow, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat. Grund für die neue Regelung ist der Versuch, Spielsucht vorzubeugen. „Es gibt keine stichhaltige Begründung für eine neue Abstandsregelung. Für Bars und Kneipen gibt es kein solches Gesetz, geschweige denn für Online-Spielotheken. Und bei diesen ist die Suchtgefahr ebenso groß“, sagt Mario Hoffmeister von der Gauselmann AG.

Um vorschnellen Entschlüssen und damit wirtschaftlichen Schäden für die Stadt vorzubeugen, hat Bürgermeister Marc Lahmann bereits eine Sonderregelung für die Kommune eingereicht. Somit können beide Spielhallen bis 2021 weiter existieren. Danach muss die Stadt einen neuen Weg finden.

luk, 24.08.2016, 15:45
Redakteure CON

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