Sportliche Flüchtlinge werden zu Betreuern ausgebildet

Fröhliche Gesichter nach Abschluss des erfolgreichen Projekts.

Barsinghausen / Region. 

Betreuen statt betreut werden: zwölf Flüchtlinge haben heute ihre Übungsleiter-Zertifikate erhalten. Im Rahmen des bundesweiten Pilot-Projekts „SocceR(EFUGEE)-Coach haben der NFV und der LandesSportBund Niedersachsen (LSB) die jungen Männer ausgebildet. Dabei haben sie in 24 Lerneinheiten à 45 Minuten Verschiedene Einheiten der Trainer C-Lizenz erlernt, so dass sie jetzt als Co-Trainer und Betreuer im Vereinsfußball aktiv werden können. „Die Vereine müssen sensibilisiert werden, damit sie erkennen, welches Potenzial hier ist“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Landessportbundes (LSB) bei der Übergabe. Die jungen Menschen könnten nicht nur die Mannschaften verstärken, sondern sich auch im Jugendfußballbereich engagieren. „Sie freuen sich darauf, mitzuarbeiten“, sagte Projektleiter Najman Kuri.

Frank Schmidt, Vorsitzender des NFV-Ausschusses für Gesellschaftliche Verantwortung, sieht eine große Chance für den Fußball. „Hier sind junge, engagierte Menschen mit einer Ausbildung, um betreuen zu können“, stellte er fest.

Sechs Kurse wurden in diesem Jahr niedersachsenweit angeboten, davon zwei in Barsinghausen. Insgesamt sind rund 80 Personen zwischen 18 und 38 Jahren ausgebildet worden. „Wir wollen das Projekt im nächsten Jahr in allen vier Bezirken fortführen“, erklärte Jan Baßler, stellvertretender NFV-Direktor. Eine Zusage vom Landessportbund gab es bereits und nicht nur das: die Zahl der Kurse soll auf zwölf verdoppelt werden.

bri, 13.12.2016, 20:21
Redakteure CON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?