TSV Kirchdorf hat rund 560.000 Euro Schulden

Der stellvertretende Vorsitzende Günter Hoff hofft auf die Solidarität der Vereinsmitglieder.Viele Mitglieder waren in das Sportheim des TSV gekommen, um mehr über das Schicksal ihres Vereines zu erfahren.Berthold Kuban, Mitglied des Arbeitskreises, blickt optimistisch in die Zukunft.

Kirchdorf. 

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der derzeitige Vorstand des TSV Kirchdorf seine Mitglieder und die Öffentlichkeit über den tatsächlichen Stand der Schulden des Vereins informiert und einen Plan vorgelegt, wie es weitergehen soll. Mir den Worten „Der TSV lebt noch“ begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Günter Hoff rund 200 Mitglieder in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal im Sportheim des Vereins. Nach dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden des Vereins Horst Fabisch Ende April hat der geschäftsführende Vorstand um den stellvertretenden Vorsitzenden Günter Hoff alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das drohende Übel der Insolvenz des TSV Kirchdorf abzuwenden. Es wurde mit Berthold Kuban, Axel Espey, Friedrich Wissel jun., Uwe Menneking, Walter Kroll und Klaus Bothe einen Arbeitskreis gebildet und ein Plan erarbeitet um den TSV Kirchdorf zu retten. Die Schulden des Vereins bezifferte der geschäftsführende Vorstand mit rund 560.000 Euro bei verschiedenen Gläubigern. Einen Großteil der Forderungen an den Verein sind aber durch das Vereinsgebäude abgesichert und laut Berthold Kuban auch in trockenen Tüchern. Aber rund 230.000 sind sogenannte nicht-abgesicherte Schulden, die der Verein stemmen muss. Hierbei stellt sich der Vorstand vor mit den Gläubigern eine Quote zu erreichen, die der Verein gegebenenfalls mit einer geringfügigen Beitragserhöhung und mit einer Senkung der laufenden Kosten finanzieren möchte. Die Einräumung des Wegerechtes durch die Stadt Barsinghausen hat sich zwar positiv in der Bilanz des Vereins widergespiegelt aber andere Faktoren wie der ungeklärte Konflikt mit der Stadt Barsinghausen um Schadensersatzzahlungen für das alte Kirchdorfer Sportheim und die Mietkosten für die Nutzung der Börke-Halle belasten den Verein nach wie vor stark. Laut Berthold Kuban sind große Teile der Gläubiger gesprächsbereit und wollen das Ihrige dazu Beitragen, um die Insolvenz des Vereins abzuwenden. Er forderte auch die Mitglieder auf sich dem aktuellen Vorstand gegenüber solidarisch zu zeigen und dem Verein die Treue zu halten, um die entstandene Krisensituation gemeinsam lösen zu können. Laut Berthold Kuban ist der ehemalige Vorsitzende Horst Fabisch nach wie vor Mitglied im Verein, war aber auf der Mitgliederversammlung nicht anwesend.

krü, 20.05.2016, 21:53
Redakteure CON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?