Vier Bürgerinitiativen organisieren Demo gegen Trassenbau

Groß Munzel. 

Mehrere Bürgerinitiativen gegen den geplanten Trassenbau laden am Samstag, 18. Juni, zur Demo ein. Um 11 Uhr machen sich die Teilnehmer auf der Deponiestraße in Groß Munzel gegen die Pläne stark. Die Einladung ging an Politiker von der Kommunal- bis zur Bundesebene. „Lassen Sie sich informieren, diskutieren Sie mit uns und unterstützen Sie uns in dem Bemühen, unsere Umwelt und Lebensbereiche zu erhalten.Wir wissen um die Bedeutung von Infrastrukturmaßnahmen, wir sind auch keine Fortschrittsverweigerer, wir begrüßen technischen Fortschritt, der aber auch Vorteile für die Menschen entlang bereits bestehender Trassen bringen muss“, heißt es vom Bündnis der Bürgerinitiativen: BIGTAB e.V. (Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Schaumburg, Minden und Porta Westfalica),Bürgerinitiative SGM Nenndorf –Mit Masse gegen Trasse, Bürgerinitiative für den ländlichen Raum Munzel e.V. und die Bürgerinitiative Seelze gegen neue Bahntrassen.

Ein wesentliches Ziel des Bundesverkehrswegeplanes 2030 für den Bereich Hannover-Bielefeld ist eine neue ICE-Trasse für Geschwindigkeiten bis 230 Stundenkilometer zu bauen, um eine Zeiteinsparung von rund acht Minuten zu erreichen. „Um dieses Ziel als nachhaltiges Kriterium zur Entscheidung für diese ABS / NBS zu untermauern, haben sich die Planer weit aus dem Fester gelegt, und zwar auf der Basis völlig veralteter Daten und Landkarten“ so das Bündnis. Bereis in mehreren Stellungnahmen habe das Bündnis nachgewiesen, dass diese Ziele unrealistisch sind und zu Gunsten des geplanten Deutschlandtaktes schön gerechnet werden.

„Dass durch die Maßnahmen Städte ihre Entwicklungspotentiale verlieren, Naherholungsgebiete kaputt gemacht werden, damit Regenerationsmöglichkeiten für Mensch, Flora, Fauna und Habitate vernichtet werden, müsste mittlerweile allen bekannt sein und wird in vielen Fällen auch die Lebensräume der verantwortlichen Politiker und Entscheider berühren“, erklärten die Mitglieder des Bündnisses. Sie wüssten um die Bedeutung von Infrastrukturmaßnahmen, seien auch keine Fortschrittsverweigerer. „Wir begrüßen technischen Fortschritt, der aber auch Vorteile für die Menschen entlang bereits bestehender Trassen bringen muss“, heißt es weiter.

bri, 07.06.2016, 08:38
Redakteure CON

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