20 Jahre Historischer Verein Lemmie

Lemmie. 

Vor zwanzig Jahren, genau am 24. Mai 1996, wurde der Historische Verein Lemmie gegründet. Zum ersten Treffen kamen zwanzig Lemmier auf Initiative von Hermann Fehlie im Gasthaus „Zum Landhof“ zusammen, um eine Interessengemeinschaft zur Pflege der Lemmier Dorfgeschichte ins Leben zu rufen. Dorfchronist Hermann Fehlie hatte eine umfangreiche Sammlung mit über Geschichten, Aufzeichnungen und Dokumenten über Lemmie zusammengetragen und suchte weitere Mitstreiter zur Aufarbeitung der Dorfgeschichte. Dem Gründungsvorstand des Historischen Vereins Lemmie gehörten Hermann Fehlie, Gerhard Otte, Hilmar Rump, Werner Siebrecht und Peter Urban an. Heute zählt der Verein mit seinem ersten Vorsitzenden Heinrich Möller und dem zweiten Vorsitzenden Hilmar Rump genau 135 Mitglieder. In seinem Rückblick auf die Vereinsgeschichte berichtete Heinrich Möller über die Arbeit zur Heimatgeschichte. Die Hobbyhistoriker beschäftigten sich mit zahlreichen Vorträgen, Exkursionen und Forschungsarbeit in Archiven zu verschiedensten Themen zur Dorfgeschichte. Aus der Sammlung entstanden ein umfassendes Ortsfamilienbuch und eine Ortschronik, die jetzt als Neuauflage und Nachdruck wieder erhältlich sind. Außerdem widmet sich der Verein der Pflege des ortstypischen Brauchtums und Kulturgutes. Die stellvertretende Bürgermeisterin Eva Kiene-Stengel übermittelte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung der Stadt Gehrden zum kleinen Vereinsjubiläum. In ihrem Grußwort unterstrich sie, dass der Historische Verein nicht nur die Heimatgeschichte erforscht, sondern auch Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenbringt und sich mit gemeinsamen Aktionen für die gesamte Dorfgemeinschaft einbringt. Ein besonderes Ereignis wird die 800-Jahr-Feier zum Lemmier Dorfjubiläum am Sonntag, 4. September, werden. Heimatbund-Vorsitzender Dieter Mahlert aus Gehrden bekräftigte die Zusammenarbeit zwischen dem Historischen Verein Lemmie und der Heimatbund-Gruppe Gehrden. Die Vorsitzenden der örtlichen Vereine gratulierten dem Historischen Verein zu seinem 20-jährigen Bestehen. Den Festvortrag hielt Tim Müller, Leiter des Museums für Energiegeschichte der Avacon Hannover, zum Thema „Elektrifizierung in Lemmie“. Er verriet den Lemmiern, dass die Ortschaft im Jahr 1904 an eine Stromüberlandleitung von Gehrden zum Steinkrug am Deister angeschlossen wurde. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Lemmie konnten ab 1904 eine Beleuchtung mit elektrischem Licht in Scheunen und Stallungen und Drehstrom für schwere Dreschmaschine einsetzen. „Die elektrische Energie machte die schwere Arbeit in der Landwirtschaft etwas leichter und sicherer“, so Museumsleiter Tim Müller.

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we, 22.05.2016, 16:51
Redakteure CON

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