70 Jahre Stadtgeschichte: Gehrdener schwelgen in Erinnerungen

Rainer Piesch (von links), Fred Ebeling, Walther Heine und Dieter Mahlert hatten den Heimatbundabend "70 Jahre Stadtgeschichte" vorbereitet.Heimatbundvorsitzender Dieter MahlertStellvertretende Bürgermeisterin und neues Heimatbundmitglied Eva Kiene-StengelWalther Heine bei der Foto-Präsentation

Gehrden. 

Die Gehrdener haben offensichtlich großes Interesse an der Geschichte ihrer Stadt. Jedenfalls mussten im Bürgersaal des Rathauses noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit alle Besucher beim Vortragsabend „70 Jahre Stadtgeschichte – 70 Jahre Heimatbundgruppe Gehrden“ einen Sitzplatz fanden.

Mit der Gründung des Heimatbundes Gehrden im Jahr 1946 durch August Kageler begann auch der Rückblick mit historischen Luftbildern, Kartenansichten, Fotodokumenten und kurzen Filmen über die Stadtentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Heimatbund hatte dafür sein Archiv geöffnet. Bislang unveröffentlichte Fotos und Kurzfilme aus dem Archiv von Georg Weber sen. und von filmbegeisterten Schützenbrüdern der Schützengesellschaft Ottomar-von-Reden wurden gezeigt. Fred Ebeling und Georg Weber jun. hatten in mühevoller Arbeit die Foto- und Filmschätze digitalisiert und für eine Power-Point-Präsentation aufbereitet. Rainer Piesch steuerte aus seinem Postkartenarchiv viele alte Stadtansichten bei und stellte für eine spannende Entdeckungsreise die historischen Fotos den heutigen Blickwinkeln gegenüber. Walther Heine hatte es übernommen, die Power-Point-Präsentation mitzugestalten und die CDs mit dem Bildmaterial über 70 Jahre Stadtgeschichte vorzubereiten.

Heimatbundvorsitzender Dieter Mahlert führte mit informativen und humorvollen Anmerkungen auf lockere Weise durch den zweistündigen Vortrag. Auch die Zuschauer waren aufgefordert, mit ihren Anmerkungen zu dem historischen Bildmaterial beizutragen. Viele Besucher des Heimatbundabends haben die letzten siebzig Jahre in Gehrden miterlebt. Bei ihnen wurden viele Erinnerungen geweckt. Eigentlich verging der Abend viel zu schnell. „Vielleicht gehen sie jetzt mit anderen Augen durch ihr Gehrden“, wünschte Dieter Mahlert den begeisterten Zuhörern. Im Archiv des Heimatbundes befinden sich noch viele weitere Bilddokumente. „Eine Fortsetzung dieses gelungenen Abends ist deshalb nicht ausgeschlossen“, so Mahlert. „Je mehr man sich mit der Geschichte seines Heimatortes beschäftigt, desto mehr kommen die eigenen Erinnerungen wieder. Namen von Nachbarn, Schulkameraden, Vereinsfreunden sind wieder da, Ereignisse aus der Vergangenheit werden wieder lebendig“, beschrieb Dieter Mahlert die Arbeit in der Heimatbundgruppe. Dies konnte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Eva Kiene-Stengel bestätigen, die kürzlich der Heimatbundgruppe beigetreten ist. Sie unterstrich in ihren Grußworten die Wichtigkeit, sich auch mit der lokalen Geschichte zu beschäftigen.

Zur Erinnerung an die Lichtbilderschau hat der Heimatbund Gehrden eines neuen Gelbes Heft „Stadtentwicklung im Bild“ und eine CD „Gehrden 1946 – 2016“ aufgelegt. Beides ist im Schreibwarengeschäft Kusche im Steinweg erhältlich.

we, 22.10.2016, 10:19
Redakteure CON

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