Alternative Bestattungskultur auf städtischen Friedhöfen

Alte Kapelle und alter Baumbestand: Der Friedhof in Alt-Gehrden.

Gehrden. 

„Wir haben keinen Ruheforst. Aber wir möchten eine alternative Bestattungskultur auf den städtischen Friedhöfen anbieten“, beschreibt Bürgermeister Cord Mittendorf eine künftige Ergänzung für die Auswahl der letzten Ruhestätte. Viele Friedhöfe weisen einen alten Baumbestand aus. Die Flächen um den alten Baumbestand, die mit weiteren Neuanpflanzungen ergänzt werden sollen, können für ansprechende und würdevolle Bestattungen genutzt werden. „Die Baumbestattungen sollen auf allen städtischen Friedhöfen möglich sein“, so Mittendorf. Entsprechende Flächen werden jetzt noch ausgesucht und für die neue Art der Bestattungen gestaltet. Hintergrund für diese alternative Bestattungskultur sind auch rückläufige Zahlen bei den Erdbestattungen und Urnengräbern. Im Jahr 2009 gab es noch 130 Bestattungen mit 71 Erdbestattungen und 59 Urnenbestattungen. 2014 waren es 107 Bestattungen mit 36 Erdbestattungen und 71 Urnenbestattungen auf dem Friedhof in Alt-Gehrden. Die Zahl der Erdbestattungen nimmt deutlich ab, dafür steigen die Bestattungen auf den Urnengräbern. Die künftige Möglichkeit der Urnenbestattungen unter einem Baum kommt jetzt dem Wunsch vieler Familienangehörigen näher. In der Betriebsabrechnung für das Friedhofswesen für die Jahre 2009 bis 2015 wird auch ein rechnerisches Gesamtdefizit von rund 470.000 Euro ausgewiesen. Die alternative Baumbestattung soll auch dazu beitragen, dass die Stadt Gehrden wieder mehr Friedhofsgebühren vereinnahmen kann.

we, 09.08.2016, 09:58
Redakteure CON

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