Arbeitsgruppe zur Dorfbefragung abgelehnt

Großes Projekt: Der Ortsrat Lemmie hat eine Arbeitsgruppe für ein Dorfgemeinschaftshaus gebildet.

Lemmie. 

Der Ortsrat von Lemmie hat sich mit deutlichem Votum entschieden, auf eine Teilnahme am Regionswettbewerb 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“ zu verzichten. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass es viele andere Projekte in Lemmie gibt, die vor einer Teilnahme am Regionswettbewerb zunächst abgearbeitet werden sollen.
Der Ortsrat konnte sich auch nicht mit dem Antrag von Patrick Ziemke (Bündnis 90/Grüne) für die Bildung einer Arbeitsgruppe zur Vorbereitung einer Dorfbefragung anfreunden. Ziemke begründete seinen Antrag damit, durch die Dorfbefragung ein repräsentatives Meinungsbild vieler Lemmier Bürger über Verbesserungsvorschläge, Anregungen und Kritikpunkte zu erhalten. Bisher gäbe es immer nur diffuse Äußerungen zur Verbesserung der Lebensqualität in Lemmie. CDU-Ortsratsmitglied Henning Rehren räumte ein, dass durch enge Kontakte zu den Lemmier Vereinen und bei Treffen der Dorfgemeinschaft ausreichende Möglichkeiten zu Gesprächen gibt. Deshalb sieht er keine Notwendigkeit zu einer Dorfbefragung.
Peter Nispel und Burkhardt Hennicke von der SPD-Fraktion brachten den Wunsch nach einem Dorfgemeinschaftshaus ein. „Diese Frage nach einem Dorfgemeinschaftshaus für Lemmie muss ein Zukunftsthema sein“, so Nispel. „Kann die angestrebte Erweiterung des Feuerwehrhauses auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden, müsste der Anbau dann größer ausfallen oder soll es einen eigenständigen Dorftreffpunkt geben? Was möchte die Mehrzahl der Lemmier?“, brachte Peter Nispel als Fragen in die Diskussion ein. Der Ortsrat lehnte den Grünen-Antrag von Patrick Ziemke nach einer Dorfbefragung ab. Ortsbürgermeister Hilmar Rump (FDP) formulierte daraus einen Antrag zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe für ein Dorfgemeinschaftshaus. Der Arbeitsgruppe gehören mit Peter Nispel, Burkhardt Hennicke und Patrick Ziemke drei Mitglieder des Ortsrates an. Weitere Mitglieder als Vertreter aus der Einwohnerschaft könnten einbezogen werden. Zunächst soll von der Arbeitsgruppe ein Konzept für ein Dorfgemeinschaftshaus erarbeitet werden. Die Stadt Gehrden soll in den laufenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2017 vorsorglich einen Betrag von 4.500 Euro als Planungskosten für ein DGH Lemmie einplanen. Dieser Vorschlag fand mit sechs Ja-Stimmen die ungeteilte Zustimmung des Ortsrates.

we, 14.12.2016, 10:56
Redakteure CON

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