Baugebiet Gehrden-Ost: Eltern befürchten hohe Verkehrsbelastung

Gehrden. 

Die Eltern der Kinder vom Margarethen-Kindergarten im Neubaugebiet „Großes Neddernholz“ und weitere Anlieger befürchten eine hohe Verkehrsbelastung und Gefährdungen für ihre Kinder, wenn die Erweiterung des Neubaugebiet „Langes Feld III. Bauabschnitt – Gehrden Ost“ realisiert wird. Nicht nur während der Bauzeit wird eine hohe Belastung durch den Baustellenverkehr mit schweren Fahrzeugen erwartet, sondern auch in der Folgezeit durch den erhöhten Anliegerverkehr. Die Eltern haben dazu eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Cord Mittendorf und Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg überreicht, in der sie keinen Anschluss des neuen Baugebietes Gehrden-Ost über die Straße „Großes Neddernholz“ entlang des Margarethen-Kindergartens fordern. Noch vor der Kommunalwahl erwarten sie eine Aussage von der Politik. Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg teilte jetzt in einem Pressegespräch mit, dass von der Politik keine Entscheidung bis zur Kommunalwahl zu erwarten sei. Zunächst sollen die Verkehrsströme untersucht werden. Dazu wird es eine Videountersuchung geben. Mit diesem neuartigen Verfahren werden nicht nur einfach die Kraftfahrzeuge gezählt, sondern konkretere Auswertungen sind möglich. „Dabei wird der Datenschutz berücksichtigt. Personen und Kraftfahrzeugkennzeichen sind nicht zu erkennen“, so Middelberg. Die Ergebnisse dieser Überprüfung des Verkehrsaufkommens wird erst Ende November mit verlässlichen Zahlen vorliegen. Die Eltern hatten als Alternative vorgeschlagen, dass Neubaugebiet Gehrden-Ost direkt an die Kreisstraße 231n zwischen Gehrden und Ronnenberg/Weetzen anzubinden. Dazu müssten aber fremde Flächen in Anspruch genommen werden, die sich in privatem Besitz befinden, so Middelberg. Denkbar wäre eine Erschließung während der Bauzeit im Neubaugebiet Gehrden-Ost über den Feldweg auf der Südseite des „Langen Feldes“. Dies wurde bereits beim zweiten Bauabschnitt für das Neubaugebiet Langes Feld praktiziert. „Wahrscheinlich wird es dazu Proteste von den heutigen Anliegern geben“, vermutet Middelberg. Das künftige Neubaugebiet Gehrden-Ost wird nicht ausschließlich über die Straße „Großes Neddernholz“ erschlossen. Zwei weitere Zu- und Abfahrten gibt es über den Beethovenring mit der Verdistraße und dem Millöckerweg. Somit gibt es drei Zufahrtsmöglichkeiten. „Wir müssen viele Alternativen mit den Ergebnissen der Videountersuchung zu den Verkehrsströmen prüfen“, räumt Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg ein. Die Zufahrt zum neuen Baugebiet Gehrden-Ost ist ein Thema in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr am Dienstag, 16. August, um 18 Uhr im Gehrdener Rathaus.

we, 08.08.2016, 16:33
Redakteure CON

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