Bundesweit einmaliges Projekt zur Integration von Flüchtlingen

Janna Kunz und Maren Huschka vom Diakonieverband Hannover Land und Ulrike Schilling sowie Tara de Lorenzo von der LABORA gGmbH unterstützen Flüchtlinge direkt nach ihrer Ankunft.

Wennigsen / Ronnenberg / Barsinghausen / Gehrden. 

Etwa 1500 Menschen haben in den Kommunen Barsinghausen (637), Ronnenberg (366), Gehrden (288) und Wennigsen (203) Zuflucht gefunden. Um den Flüchtlingen bei der beruflichen Integration zu helfen, wurde ein bundesweit einmaliges Projekt ins Leben gerufen. Der Diakonieverband Hannover-Land und Labora in Barsinghausen arbeiten dazu mit dem Jobcenter Region Hannover zusammen.

Neben den Integrationsbeauftragten, dem Kirchenkreis und den ehrenamtlichen Initiativen wurden mit diesem Projekt Anfang des Jahres neue Beratungsangebote für junge geflüchtete Menschen geschaffen - finanziert durch das Jobcenter, die Region und die Eigenmittel von Diakonieverband und Labora.

Der Fokus liegt auf dem Abbau von Barrieren und der sozialen Teilhabe, die für eine gelingende Integration förderlich sind. Besonderer Schwerpunkt ist auch, den Menschen möglichst frühzeitig nach ihrer Ankunft zu begegnen. Gemeinsam werden dann die berufliche Biographie aufgenommen und persönliche Neigungen und Potentiale herausgearbeitet. Das Angebot beinhaltet auch die Klärung des aufenthaltrechtsrechtlichen Status und der damit verbundenen Möglichkeiten hinsichtlich einer Beschäftigung. Individuelle Beratung und Begleitung zu Terminen bei Behörden sind wichtig, um Barrieren zu überwinden. Auch die Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen oder bei der Wohnungssuche fördert die soziale Integration. Eine Orientierung im neuen Lebensumfeld wird so erleichtert.

Labora und der Diakonieverband betreiben Jugendwerkstätten. In diesen Einrichtungen erhalten junge arbeitslose Menschen von 14 bis 27 Jahren die Möglichkeit, die Arbeitsbereiche Polytechnik (Metall, Holz, Abfallbeseitigung und Recycling) und Hauswirtschaft auszuprobieren. Die Teilnehmenden werden sozialpädagogisch betreut und erhalten Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen sowie bei ihrer Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. In diese Projekte werden nun auch junge geflüchtete Menschen integriert.

„Ich erlebe immer wieder sehr viel Dankbarkeit“ , freut sich Tara de Lorenzo von Labora, dass das Angebot so gut angenommen wird. Wer in Barsinghausen oder Wennigsen Unterstützung benötigt oder mehr zu dem Projekt erfahren möchte, kann sich von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 16.30 und Freitag von 8.30 bis 15 Uhr mit Ulrike Schilling unter 01577-1775393 oder mit Tara de Lorenzo unter 01577-1775392 in Verbindung setzen. Für die Kommunen Ronnenberg und Gehrden sind Maren Huschka unter 01577-1195131 oder Janna Kunz unter 01577-1195139 vom Diakonieverband zuständig.

Das Jobcenter finanziert derzeit 1800 Plätze mit  Erstangeboten  für Flüchtlinge mit einer intensiven Sprachförderung. Etwa 100 Plätze davon werden den Flüchtling in den Kommunen Wennigsen, Ronnenberg, Gehrden und Barsinghausen zur Verfügung stehen. „Sollte ein Mehrbedarf bestehen, werden wir weitere Plätze zur Verfügung stellen“ , erklärt Dietmar Länger, Mitglied der Geschäftsleitung des Jobcenters, der sich besonders mit Integrationsleistungen und Förderprogrammen beschäftigt.

Ein besonders wichtiger Bestandteil innerhalb der Integrationsprojekte ist die Netzwerkarbeit. Es wird viel Wert auf die Zusammenarbeit und Kooperation der Ehrenamts-Initiativen, Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen gelegt. Auch finden in regelmäßigen Abständen Vernetzungstreffen mit dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und den Kommunen statt. Die Projektmitarbeiterinnen selbst treffen sich zur kollegialen Beratung und zum Austausch.

jög, 28.04.2016, 00:41
Redakteure CON

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