CDU-Fraktion bringt Antrag für Jugendparlament auf den Weg

An der Ausarbeitung der Vorlage war die Junge Union maßgeblich beteiligt.

Gehrden. 

In Gehrden wird es in absehbarer Zeit wieder ein funktionierendes Jugendparlament geben. So sieht es eine Vorlage der CDU-Fraktion vor, die jetzt dem Rathaus zugegangen ist. "Wir wollen Stadtverwaltung und Rat in die Pflicht nehmen, auf Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mehr zu achten und ihnen verbindlicher zuhören", sagt der Chef der Gehrdener CDU und Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker.

An der Ausarbeitung der Vorlage war die Jugendorganisation der CDU, die Junge Union, maßgeblich beteiligt. Hier ist bereits detailliert festgelegt, wie die zukünftige Interessenvertretung der Gehrdener Jugendlichen ausgestaltet sein soll. Wählen können alle in Gehrden mit Hauptwohnsitz seit mindestens einem Monat gemeldeten Jugendlichen, die am Wahltag das 12. Lebensjahr vollendet und das 22. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

"Die Niedersächsiche Kommunalverfassung gibt den Kommunen feste Regeln im Umgang mit Jugendparlamenten vor", erläutert Spieker weiter. So muss ein Jugendparlament bei allen Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, vor der abschließenden Beschlussfassung der zuständigen Gremien beteiligt werden. An allen Sitzungen des Jugendparlaments nimmt ein Vertreter der Jugendpflege in beratender Funktion teil. Daneben hat der Jugendbürgermeister das Recht, den Bürgermeister der Stadt Gehrden bzw. Rats- und Ortsratsmitglieder zu bestimmten Tagesordnungspunkten einzuladen.

Thomas Spieker geht davon aus, dass eine Attraktivierung der Jugendarbeit auch im Interesse der anderen Parteien im Rat der Stadt Gehrden liegt und erwartet eine breite Mehrheit für den Antrag der CDU-Fraktion. "Wir glauben, dass es in Zeiten, in denen der Parlamentarismus von linken und rechten Populisten ausgehebelt werden soll, besonders wichtig ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig mit der Arbeitsweise unserer demokratischen Institutionen vertraut zu machen", so Spieker.

bri / red, 28.11.2016, 09:00
Redakteure CON

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