CDU sieht Defizite bei der Inneren Sicherheit

Ernst-Richard Köper (von links), Christiane Schmieder und Stadtverbandsvorsitzender Thomas Spieker vom CDU-Wahlkampfteam.

Gehrden . 

Die Gehrdener Christdemokraten arbeiten bereits intensiv an ihrem Programm für die Wahl zum Rat der Stadt Gehrden am 11. September. „Wir haben Themen und Thesen erstellt, den Ist-Zustand analysiert und Herausforderungen für kommunale Schwerpunktarbeit herausgearbeitet“, beschreibt Christiane Schmieder die bisherigen Schritte. Die Juristin, die mit ihrem Ehemann und zwei Kindern seit über fünf Jahren in Ditterke wohnt und demnächst nach Everloh als neuen Wohnort zieht, kandidiert zum ersten Mal für die Christdemokraten für den Stadtrat und arbeitet im Wahlkampfteam der CDU Gehrden mit.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thomas Spieker nennt einige Schwerpunktthemen mit Verbesserung der inneren Sicherheit, Innenstadt und Wirtschaftsförderung, Jugend und Bildung, Soziales und Generationswandel, Verkehr und Infrastruktur und Förderung des ländlichen Raumes. „Über allen Themen steht natürlich der Blick auf die Finanzen und der Haushalt“, ergänzt Ernst-Richard Köper vom CDU-Wahlkampfteam.

Zur „Inneren Sicherheit“ wollen sich die Christdemokraten für eine verstärkte Präsenz der Polizei mit verlängerten Öffnungszeiten der örtlichen Polizeistation bis 23 Uhr, Erhöhung der Streifenfahrten in Gehrden und den Ortschaften und einen Kontaktbeamten als Fußstreife in Alt-Gehrden  einsetzen. „Das Gefühl der Sicherheit sinkt seit einiger Zeit. Die Polizei müsste mehr Präsenz zeigen“, gibt Thomas Spieker die Anregungen aus der Bürgerschaft weiter, die er in Gesprächen aufnehmen konnte. Außerdem stellt sich die CDU Gehrden eine verstärkte Präventionsarbeit vor Ort vor. In Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen soll der Wunsch nach einer verstärkten Polizeipräsenz untermauert werden.

Ein anderes Thema ist die Innenstadtbelebung. Die laufende Innenstadtsanierung mit optischen Verbesserungen ist nur ein Beitrag zur Innenstadtbelebung. Die CDU will den Verlust von weiteren Einzelhändlern mit ihren kleinen liebenswerten Geschäften vermeiden. Sie setzt sich für eine Wiederbelebung der Innenstadt als Einkaufsmeile mit Dienstleistern mit hoher Kundenfrequenz, kleinteiligen Handwerksbetrieben, Gastronomie und Einkaufsgeschäften ein. „Wir sehen es eher kontraproduktiv, wenn Projekte wie eine Freiwilligenagentur oder ein Mehrgenerationenhaus, die wir grundsätzlich begrüßen, potenzielle Verkaufsflächen in 1-A-Lage blockieren“, so Ernst-Richard Köper. Eine Händlervereinigung, wie sie der Bürgermeister im letzten Wahlkampf angekündigt, aber nicht verwirklicht hat, ist wünschenswert, aber allein nicht ausreichend. Aus Sicht der CDU Gehrden ist als erster und wichtiger Schritt die Gründung einer Standortgemeinschaft erforderlich, in der unter Führung des Bürgermeisters oder eines Wirtschaftsförderers die Immobilienbesitzer, Stadtplaner, Projektentwickler und Einzelhandel gemeinsam an einem Tisch sitzen.

Ihre weiteren Wahlkampfthemen werden die Gehrdener Christdemokraten in Kürze vorstellen. „Die Mitglieder und alle anderen Interessierten sollen noch die Möglichkeit haben, ihre Vorstellungen und Ideen in den Wahlkampf einzubringen. Wir wollen jedenfalls den Anspruch der Mitmachpartei erfüllen“, betont Stadtverbandsvorsitzender Thomas Spieker.  

we, 16.03.2016, 00:03
Redakteure CON

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