"Das Baguette darf auch nicht fehlen"

Gruppenfoto der MCG-Schüler.Die Schüler Maximilian Krebs (MCG), Sarah Laurent (Lycée André Malraux), Lara Sayili (MCG), Nina Burdorf (MCG), Nina Warneke (MCG) und Laetitia Adam (MCG) bei der Rallye durch Remiremont.Gruppenfoto von allen Teilnehmern.Die Lehrer Susanne Pilgrim (KKS), Stéphane Garber (Lycée André Malraux), Ludger Deters (MCG) und Monsieur Blavette (Lycée André Malraux) in Nancy.Maximilian Krebs (16 Jahre aus Holtensen) und Begleitlehrer Ludger Deters im Klettergarten.

Gehrden / Remiremont. 

"Ich kenne den Austausch von älteren Schülern und finde es spannend, jetzt selber teilnehmen zu können. Als ich im Frühjahr in Gehrden war, sind mir besonders die Unterschiede zwischen den beiden Ländern aufgefallen”, erzählt Sarah Laurent (16 Jahre) aus Frankreich. Die Organisation dieses Austauschs liegt in den Händen von Stéphane Garber vom Lycée André Malraux und Christiane Eilers-Bierbaum vom Matthias Claudius Gymnasium Gehrden (MCG).

Die 30 Schüler und zwei Lehrer der Käthe-Kollwitz Schule Hannover (KKS) und des MCG sind für zehn Tage in die Vogesen gefahren. Dort waren sie in Gastfamilien oder im sich auf dem Schulgelände befindenden Internat untergebracht. Aufgrund der weiten Entfernung zur Schule konnten die Internatsschüler gemeinsam mit ihren Austauschschülern nur am Wochenende die Gasteltern besuchen. Aber auch Schüler die zu Hause wohnten mussten lange Schulwege auf sich nehmen. Deshalb war es für viele Deutsche eine große Umstellung früher aufzustehen und schon gegen sechs Uhr zu frühstücken.

Ebenfalls ungewohnt waren für Lara Sayili (15 Jahre, aus Gehrden) die Mahlzeiten:"Die Franzosen essen noch weniger, als ich dachte. Aber es ist alles sehr lecker und das Baguette darf  beim Essen natürlich auch nicht fehlen."

Anders als in Deutschland, kennen die französischen Schüler allerdings kein Pausenbrot. Die nächste Mahlzeit nach dem Frühstück ist also erst das Mittagessen, dass in der Schulkantine etwa um 12 Uhr eingenommen wird.

Zusätzlich zu den Essgewohnheiten haben die 14- bis 16-Jährigen viel aus dem Alltag ihrer Gastschüler kennenlernen dürfen. Unter anderem waren sie mit im Unterricht, der sich deutlich von deutschen Schulen unterscheidet. "Die Klassen sind viel größer als bei uns und die Schule geht fast immer bis 18 Uhr", bemerkte Maximilian Krebs (16 Jahre, aus Holtensen).

Bei einer eintägigen Wanderung in den  Hohen Vogesen und einer Rallye durch Remiremont wurde die Heimat der französischen Austauschpartner erkundet. Auch zum Programm gehörten ein Tagesausflug in die 94 Kilometer entfernte Stadt Nancy und ein Besuch im Klettergarten. Abschließend sagt Nina Warneke (14 Jahre, aus Gehrden) :" Der Austausch hat mir sehr gut gefallen. Besonders das Wochenende in den Familien und die wunderschöne Landschaft werden mir lange in Erinnerung bleiben." Die gemeinsame Abschiedsfeier am Donnerstagabend bildete den Abschluss bei dem die, während des Austauschs vorbereiteten, Theaterszenen und Diashows den Eltern vorgetragen wurden. Am Freitag morgen musste dann endgültig Abschied genommen werden. Die deutschen Gäste sind zurück Richtung Hannover gefahren, was einigen schwer fiel, da viele neue Freundschaften zwischen den drei Schulen entstanden sind. Jedoch ist ein privates Wiedersehen mit den Austauschschülern schon in Planung.

bri / Nina Warneke / Laetitia Adam, 12.10.2016, 00:01
Redakteure CON

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