Das große Umziehen beginnt

Die VHS verlässt die Rote Schule am Nedderntor. Dort werden Krippenplätze eingerichtet.Die Sozialstation verlässt die Hornstraße. Dort zieht die VHS ein.Der ehemalige REWE-Getränkemarkt an der Kirchstraße wird derzeit umgebaut und ist künftiger Standort der Sozialstation.

Gehrden. 

Durch die beiden Neubaugebiete Thiemorgen und Großes Neddernholz werden momentan sehr viele Krippen- und Kindergartenplätze in der Kernstadt Gehrden nachgefragt. Aber auch durch eine seit Jahren große Wanderbewegung von Familien nach Gehrden ist das Platzangebot in den Kinderkrippen ab August 2016 nicht mehr ausreichend. Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz führte zu einer höheren Inanspruchnahme als erwartet innerhalb kürzester Zeit. Ein zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen entsteht weiter durch die stetige Zuführung von Flüchtlingsfamilien. Das schwer einschätzbare Problem ist die nicht vorhersehbare Anzahl der Kinder in den verschiedenen Altersgruppen und deren Aufenthaltsdauer in Gehrden.

Die Stadt Gehrden steht jetzt vor einem dringenden Handlungsbedarf, wie in einer Kindertagesstättenbedarfsplanung bis zu den Jahren 2018/19 aufgezeigt wird.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gehrden hatte deshalb einen Prüfauftrag an die Verwaltung gestellt, um das Raumdefizit bei Kindergartenplätzen und Hortplätzen zu beheben. „Schnelle Investitionen im Kindergartenbereich noch in diesem Jahr sind nicht zu vermeiden“, führte CDU-Ratsmitglied Peter Lübcke in der jüngsten Sitzung des Rates aus. Daniel Urban vom Bündnis 90/Grüne und SPD-Fraktionssprecher Henning Harter bestätigten die Wichtigkeit des CDU-Antrages und fragten nach einem Termin für eine dringliche Sondersitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren nach.

Die Stadt Gehrden schlägt eine Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte „Am Nedderntor“ mit zwei Kindergruppen vor. Dort könnten kurzfristig 30 zusätzliche Krippenplätze mit zwei Gruppen zu jeweils 15 Kindern geschaffen werden. Nach Einschätzung des Kultusministeriums ist diese Möglichkeit in der Roten Schule am Nedderntor möglich.

Voraussetzung dafür ist aber der kurzfristige Umzug der Volkshochschule Calenberger Land mit ihren Geschäftsstellenräumen und Seminarräumen in andere Räumlichkeiten. Die VHS-Geschäftsstelle Gehrden könnte vom Nedderntor in die Räume der Sozialstation an der Hornstraße umziehen. Die Sozialstation wiederum zieht von der Hornstraße in die hergerichteten Räumlichkeiten im ehemaligen REWE-Getränkemarkt an der Kirchstraße um.

Die Verwaltungs- und Unterrichtsräume für die VHS am künftigen Standort in der Hornstraße sind barrierefrei erreichbar. Dies ist bisher am Nedderntor nicht möglich. Die Weiternutzung der Räumlichkeiten an der Hornstraße durch die Volkshochschule dient auch zugleich der Belebung der Innenstadt und wird daher von der Verwaltung begrüßt. Für Kursangebote der VHS, die bisher in einem Klassenraum der Roten Schule stattfanden, könnten eine Mitnutzung des Sportcenters des SV Gehrden vorgesehen werden. Die Stadt Gehrden führt dazu Gespräche mit dem Sportverein.

Das Gesamtpaket zur kurzfristigen Schaffung von Krippenplätzen und der Umzug der VHS vom Nedderntor in die Hornstraße und der Sozialstation von der Hornstraße in die Kirchstraße soll in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren am Dienstag, 5. April, um 18 Uhr im Bürgersaal des Gehrdener Rathauses beraten werden.

we, 30.03.2016, 14:02
Redakteure CON

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