Der Rat ist gerade einmal zu einem Drittel weiblich

Gehrden. 

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Rat der Stadt Gehrden eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Gleichstellungsbeauftragte Christiane Olbrich stellte ihren Bericht für den Zeitraum von 2013 bis 2015 vor. Im Rat der Stadt Gehrden gibt es einen Anteil von 31 Prozent an Frauen, in anderen Kommunen liegt die durchschnittliche Quote bei nur 22 Prozent. In der Verwaltung im Rathaus sind 38 Frauen und 22 Männer beschäftigt, davon 36 in Vollzeit und 24 in Teilzeit. Der Frauenanteil in den Vollzeitstellen nimmt zu. Besonders flexible Arbeitszeiten gibt es im Fachbereich 5 Bau und Umwelt, wenn es gilt, auf besondere Situationen in der Kinderbetreuung zu reagieren. Die Grünen-Fraktion schlug vor, bei dem Arbeitsumfang und gestiegenen gesetzlichen Anforderungen an die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten die bisherige Wochenstundenzahl von zehn Stunden deutlich zu erhöhen. Hilmar Rump von der FDP-Fraktion konterte deutlich. „Es bleibt bei zehn Stunden“, war seine knappe Feststellung.

Der Rat stimmte der Einrichtung einer Einigungsstelle mit Vertretern der Verwaltungsführung und des Personalrates nach dem Niedersächsischen Personalvertretungsgesetz zu. Bisher ist eine Einigungsstelle im Gehrdener Rathaus noch nicht tätig geworden.

Einstimmig wurde der Stellung eines Förderantrages für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers zum Aufbau eines Klimaschutzmanagements und Controllings zugestimmt. Alle Fraktionen waren sich einig, dem Klimaschutzaktionsprogramm von 2009 mit der Einstellung eines Klimaschutzmanagers einen neuen Impuls zu geben.

Leicht fiel dem Rat die Zustimmung zur Annahme einer Spende. Die Sparkasse Hannover fördert das Stadtfest mit einer Spende von 2.500 Euro an den Verein „Gehrden feiert Feste“.

Ein Selbstläufer war die Zustimmung zur Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Ortsfeuerwehr Lenthe. Das Fahrzeug wird vom Förderverein für die Wehr beschafft. Die jährlichen Betriebskosten mit rund 2.000 Euro können aus dem Feuerwehrbudget geleistet werden.

Für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme im Gehrdener Stadtzentrum wird ein Betrag von jeweils 260.000 Euro für die Jahre 2017 und 2018 als städtischer Eigenanteil eingeplant.

Vor dem Beschluss zum Neubau einer dreizügigen Grundschule in Gehrden meldete Heinz Strassmann (Grüne) noch einen Beratungsbedarf in seiner Fraktion und die Durchführung eines Ortstermins an (CON berichtete). SPD-Fraktionsvorsitzender Henning Harter warf den Grünen eine Verzögerungstaktik vor. „Letztlich geht es darum, jetzt 50.000 Euro für Planungskosten zu genehmigen. Die Entscheidung über den Standort wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen“, so Harter. Mit der Bereitstellung der Planungskosten wird lediglich eine Diskussionsgrundlage für weitere Entscheidungen und den erforderlichen Beratungsbedarf mit Standortfrage getroffen. Die Sanierung der vierzügigen Grundschule Am Castrum stand außer Frage. Der Rat beschloss mehrheitlich den Neubau einer Grundschule, die Umwandlung der Grundschule Am Langen Feld in eine künftige Kindertagesstätte und die Sanierung der Grundschule Am Castrum.

Der Umwidmung der Festhalle wurde einstimmig beschlossen (CON berichtete).

Einstimmig beschlossen wurden weiter die Festlegung von Schulbezirken für die beiden Grundschulen für das künftige Neubaugebiet Langes Feld III und die Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg, die Neufassung der Vergnügungssteuer, der CDU-Antrag für die Aufgabenübernahme der unteren Verkehrsbehörde und die beiden fast gleichlautenden Anträge von CDU und Grünen für ein öffentliches WLAN-Netz in der Gehrdener Innenstadt.
Beschlossen wurde weiter mit der Mehrheit des Rates die Bereitstellung von Mitteln zur Umsetzung eines energetischen Stadtquartierskonzeptes im Jahr 2017 (CON berichtete).

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we, 27.06.2016, 00:01
Redakteure CON

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