Einbruchsserie sorgt für mehr Polizeipräsenz

Wennigsen / Ronnenberg / Gehrden / Hemmingen. 

Trotz der Einbruchsserie im Hemminger Stadtgebiet, stieg die Anzahl der Wohnungseinbrüche im gesamten Gebiet des Polizeikommissariats nur leicht an. Während in 2015 193 Einbrüche begangen wurden, waren es in 2014 nur zehn Stratftaten weniger. Die Aufklärungsquote stieg von 31,2 Prozent auf rund 38 Prozent an. "Wir haben die Arbeit nun zentralisiert. Eine Ermittlungsgruppe, bestehend aus Beamten aus Garbsen und Ronnenberg, beschäftigt sich intensiv mit den Wohnungseinbrüchen im Hemminger Stadtgebiet", klärte der Leiter des Polizeikommissariats, Christoph Badenhop, auf. Auch appellierte er noch einmal an die Bevölkerung, bei auffälligen Verdächtigungen sofort die Polizei unter der 110 zu informieren. "Auch bei ungewöhnlichen Geräuschen oder bei einem Fahrzeug, was nicht in die Nachbarschaft passt, anrufen. Lieber einmal zu viel die Polizei kontaktieren als einmal zu wenig", betonte Badenhop. Bald soll als Präventionsmaßnahme eine Veranstaltung in Hemmingen stattfinden. Hier wird darüber informiert, was Bürger tun können, um sich vor Einbrüchen zu schützen. Auch wurde die Präsenz der Polizei vor Ort in Hemmingen, Arnum und der Umgebung "sichtbar und unsichtbar erhöht". "Viele denken, sie sind vor Einbrechern sicher, weil es in ihrem Haus nichts zu holen gibt. Für einen Einbrecher sind auch 100 Euro sehr wertvoll&quot, erklärte Rüdiger Pietsch, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im Kommissariat Ronnenberg.

Die Anzahl der Autodiebstähle stieg drastisch an. In 2014 wurden noch 19 Diebstähle gemeldet, in 2015 waren es 48. "Wir haben hier einen sprunghaften Anstieg zu verzeichnen, mit einer Aufklärungsqoute von rund 10,4 Prozent", erklärte Pietsch. Auch seien hier nicht nur hochwertige Autos betroffen. Die geringe Aufklärungsqoute erklärte die Polizei damit, dass die Fahrzeuge nach dem Diebstahl meist ins Ausland gebracht werden. Ebenfalls stieg die Anzahl der Diebstähle an und aus Fahrzeugen an. Von 105 Straftaten in 2014 stieg die Zahl auf 173 in 2015. Hier sank die Aufklärungsquote von 23,4 Prozent auf rund 9 Prozent. "Oft werden Airbags, Lenkräder und eingebaute Navis entwendet", so Pietsch. Betroffen sind jedoch teurere Fahrzeuge. Die Polizei geht von reisenden Tätern aus.

cms, 24.02.2016, 11:52
Redakteure CON

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