Flüchtlingskriminalität: "Eine verschwindend geringe Zahl"

Einsatz- und Streifendienstleiter, Axel Feldmann, Rüdiger Pietsch, Kriminal- und Ermittlungsdienstleiter, und der Polizeikommissariatsleiter, Christoph Badenhop, stellten heute die Kriminalstatistik für Ronnenberg, Wennigsen, Gehrden und Hemmingen vor.

Ronnenberg / Wennigsen / Gehrden / Hemmingen. 

Das Polizeikommissariat Ronnenberg präsentierte heute die Zahlen der Straftaten im Zusammenhang mit Flüchtlingen. "Als Flüchtlinge definieren wir Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Darunter fallen also Asylbewerber, Personen mit einer Duldung, einem unerlaubten Aufenthalt und Kontingent- beziehungsweise Bürgerkriegsflüchtlinge", erklärte Christoph Badenhop, Leiter des Kommissariats. Straftaten gegen das Leben und gegen die sexuelle Selbstbestimmungen gab es im gesamten Einsatzgebiet des Polizeikommissariats nicht. Im Bereich der aufgeklärten Rohheitsdelikte gab es einen Anstieg aus 2014 von fünf Fällen auf 19 in 2015. "Drei davon waren in 2014 Körperverletzungsdelikte, in 2015 waren es 13", so Rüdiger Pietsch, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im Kommissariat Ronnenberg. Er betonte, dass es sich hier hauptsächlich um Körperverletzungen unter Flüchtlingen handelt. Insgesamt verzeichnete das Polizeikommissariat 3.689 Straftaten, davon wurden 41 Straftaten in 2014 und 89 Straftaten in 2015 von Flüchtlingen begangen. "Das ist eine verschwindend geringe Zahl", erklärte Badenhop. 

Von den 3.689 Straftaten wurden 3.175 Fälle vom Polizeikommissariat bearbeitet. "Wir sind froh, dass die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr von rund 60 Prozent auf circa 61 Prozent angestiegen ist", freute sich Christoph Badenhop, der Leiter des Kommissariats. Auch im Bereich der Rohheitsdelikte, wie Raub, Körperverletzung und häusliche Gewalt, verzeichnet die Polizei einen Rückgang. Rüdiger Pietsch, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, teilte mit, "dass die Zahl der Straftaten den geringsten Wert seit 2010 hat." 400 Straftaten waren es noch in 2014. Im vergangenen Jahr sank die Zahl auf 349. Die Aufklärungsquote liegt hier bei rund 94 Prozent.

Einen weiteren Rückgang verzeichnet das Polizeikommissariat im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Darunter versteht die Polizei eBay-Betrügereien, den Enkeltrick und die falschen Rauchmelderüberprüfungen. "Die Zahl sank von 806 in 2014 auf 650", erklärte Pietsch. Die Aufklärungsquote liegt hier bei rund 87 Prozent. Einen weiteren Anstieg von 116 Straftaten auf 140 Straftaten gab es im Bereich der Betäubungsmitteldelikte. Seit 2010 ist hier die Tendenz steigend. "Das ist vor allem den Straftaten im Hintergrund zu verdanken", so Pietsch. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich liegt bei rund 96,4 Proze

cms, 24.02.2016, 12:55
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 24.02.16 13:58:
Man muss die Zahlen mal genau lesen. Dann kommt man bei den Straftaten durch Flüchtlinge auf mehr als eine Verdoppelung der Taten durch Flüchtlinge und Illegale. Und das, obwohl die "Flüchtlingswelle" erst im Herbst 2015 begann. Interessant wird der Anstieg von 2015 auf 2016, wenn man ein komplettes Vergleichsjahr mir dieser hohen Zahl an Flüchtlingen hat.

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