Einrichtung eines Waldkindergartens wird geprüft

Der ehemalige Pferdestall könnte Unterschlupf bei schlechtem Wetter für einen Waldkindergarten sein.

Gehrden. 

Nach dem Bedarfsplan für Kindertagesstätten werden in den kommenden Jahren weitere Kita-Betreuungsplätze in der Stadt Gehrden benötigt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht eine kostengünstige Lösung mit der Einrichtung eines Waldkindergartens für etwa 15 bis 20 Kinder. Ein Waldkindergarten wäre zudem eine Alternative zum bestehenden Kita-Betreuungsangebot.

„Große bauliche Anstrengungen sind nicht erforderlich. Ein Waldkindergarten wäre eine kostengünstige Alternative“, begründete Nicole van der Made den Prüfauftrag an die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Energie. „Im Kindergarten ohne Dach und Wände verbringen die Kinder mit ihren Betreuerinnen den Kindergartenalltag fast durchgehend im Wald. Die Aktivitäten finden bei jedem Wetter draußen im Wald statt. Bei ganz schlechtem Wetter könnte eine kleine Waldhütte oder ein Bauwagen genutzt werden. Holger Spohr vom Fachdienst Umwelt- und Klimaschutz brachte den ehemaligen Pferdestall am Parkplatz zum Berggasthaus ins Gespräch. Das historische Gebäude erhält in Kürze neue Holztore und ist damit winddicht. Das Dach muss noch repariert werden. Somit würde der Pferdestall einen Schlechtwetterunterschlupf bieten. „Die Kindermühle von Norbert Gardlo sollten wir in die Überlegungen einbeziehen“, ergänzte Eva Kiene-Stengel (Grüne).

Karl-Heinz Behre (CDU) und Walter Dehn (SPD) mahnten zur Vorsicht. „Besorgte Eltern können sich vielleicht nicht damit anfreunden, dass ihre Kinder mehrere Stunden bei jedem Wetter im Wald spielen und die Gefährdung durch Zecken ist nicht zu unterschätzen“, so die übereinstimmenden Einwendungen von Behre und Dehn. Auf jeden Fall soll aber eine Befragung von Eltern bei künftigen Neuanmeldungen ihrer Kinder zum Kita-Besuch durchgeführt werden, um den Bedarf für einen Waldkindergarten zu ermitteln."Die Nachfrage kommt mit dem Vorhandenseins des Angebotes", wagte Kai-Magnus Paulsen (FDP) eine Prognose.  Die Mitglieder des Ausschuss für Umwelt und Energie sprachen sich einstimmig für den Prüfauftrag an die Verwaltung aus. Dabei könnte man auch auf die Erfahrungen der Waldkindergärten in Barsinghausen und Hemmingen zurückgreifen.

we, 19.08.2016, 13:30
Redakteure CON

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