ENER:GO startet durch

Edmund Jansen (vorn) und Wernhardt Thielemann rechnen die Projekte durch.

Gehrden. 

Die Energiegenossenschaft Calenberger Land (ENER:GO) entwickelt sich vielversprechend und plant die Realisierung von vier neuen Solarstromanlagen in Gehrden.
Die Genossenschaft ging im April letzten Jahres mit rund 60 Gründungsmitgliedern aus Gehrden, Wennigsen, Ronnenberg und Barsinghausen an den Start. Heute sind es 73 Genossenschaftler. Jedes der Gründungsmitglieder sollte zuerst nur eine Mindesteinlage von 1.000 Euro einbringen. „Zuerst haben wir auf die Bremse getreten. Wir mussten zunächst Projekte entwickeln und die wirtschaftliche Machbarkeit im Auge behalten“, sagt Edmund Jansen. „Wir wollen aber kein Geld einsammeln, um es auf ein Konto zu legen. Jetzt endlich können wir in Projekte investieren, die sich besser rechnen. Wir können Solarstromanlagen mit aufgearbeiteten Modulen aufbauen“, so Edmund Jansen von der ENER:GO. Durch den günstigen Anschaffungspreis der Module rechnen sich die künftigen Anlagen. Bei 30 Prozent Eigenstromverbrauch sind gute Renditen zu erzielen. Die Anlagen werden auf Flachdächer montiert, die man einfach und zeitnah mit dem schnellen Austausch defekter Module reparieren kann. Zusätzlich ist jedes Modul mit einem eigenen Regelgerät ausgestattet, das autark arbeitet und Fehler sofort meldet. Dadurch können Ausfälle eines kompletten Abschnitts vermieden werden.

Vier Projekte sind jetzt geplant. Auf dem Neubau der Oberschule Gehrden soll eine Solarstromanlage installiert werden. Gegenüber einer ersten Planung mit einer 10 kWp Anlage für 18.000 Euro soll nun eine 55 kWp Anlage für 55.000 Euro gebaut werden.

Weiter soll eine Solarstromanlage auf dem Flachdach der MCG-Sporthalle mit Gymnastikhalle mit insgesamt 90 kWp installiert werden. Die Kosten betragen dafür 90.000 Euro. Auf dem Klärpumpwerk in Gehrden soll eine kleine Solarstromanlage aufgebaut werden. Dazu soll ein Kleinwindrad aufgestellt werden.

Weiter soll erkundet werden, ob eine Solarstromanlage auf dem Dach der Kläranlage in Wennigsen realisiert werden kann.

Um diese geplanten Maßnahmen zu finanzieren, können weitere Genossenschaftler in die ENER:GO eintreten. Die ENER:GO kann nicht nur personell größer werden, sondern die Mitglieder können ihre Einlagen erhöhen. Die Mindesteinlage beträgt 1.000 Euro, die in 250 Euro-Schritten bis maximal 5.000 Euro erhöht werden kann.
Nähere Informationen, Beitrittsformular, Satzung und Geschäftsplan sind im Internet auf www.gesopro.de zu finden. Kontakt zu Edmund Jansen kann unter der E-Mail jansen(at)gehrden.de aufgenommen werden.

we, 18.02.2016, 01:06
Redakteure CON

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