Falschparker blockieren Behindertenparkplätze

Gehrden. 

Immer wieder werden die Behindertenparkplätze in der Stadt von Falschparkern blockiert. Das ist nicht nur rücksichtslos, sondern auch teuer: 35 Euro plus die Kosten, wenn der Wagen abgeschleppt wurde, muss der Falschparker bezahlen.

Behindertenparkplätze liegen oft in der Nähe von Eingängen öffentlicher Gebäude. Sie ersparen behinderten Menschen lange Wege zurücklegen zu müssen.

Behindertenparkplätze sind meist so eingerichtet, dass sich die Fahrer- oder Beifahrertür ganz öffnen lässt. Sie liegen entweder am Straßenrand oder sind breit eingezeichnet. Viele behinderte Menschen, insbesondere Rollstuhlfahrer, benötigen zum Ein- und Aussteigen mehr Platz. Ist kein Behindertenparkplatz vorhanden, schauen sie oft in die Röhre, weil sie normal breite Parkplätze nicht nutzen können oder Angst haben müssen, dass ihnen jemand die Tür zuparkt.

Der Gehrdener Verwaltung ist das Problem bekannt. Immer wieder würden Kraftfahrzeuge festgestellt, die ohne die erforderliche Parkberechtigung abgestellt wurden. „Unsere Außendienstmitarbeiterin kontrolliert die beim Parken auf Schwerbehindertenparkplätzen vorgeschriebenen Parkberechtigungen regelmäßig“, berichtete Frank Born, Sprecher der Stadt, auf CON-Nachfrage. Verstöße würden regelmäßig geahndet.

 Für gehbehinderte Personen ist das Falschparken ein großes Problem: schlimmstenfalls müssen sie unverrichteter Dinge wieder wegfahren. Eine Betroffene berichtete, dass die Behindertenparkplätze gerade in der Gehrdener Innenstadt immer wieder von Falschparkern belegt werden. „Viele wissen offenbar gar nicht, dass ein Behindertenausweis alleine nicht zum Parken auf dem Behindertenparkplatz berechtigt“, vermutet sie. Denn die ausgewiesenen Behindertenparkplätze dürfen nur von den behinderten Personen oder Personen, die sie fahren, genutzt werden, die einen blauen Parkausweis, mit dem Zeichen „aG“ (außergewöhnlich gehbehindert) oder „b“ (blind) besitzen. Das heißt, nicht alle behinderten Menschen dürfen einen Behindertenplatz nutzen. Ein Schwerbehindertenausweis alleine reicht nicht aus. Es wird ein blauer Ausweis mit Ausnahmegenehmigung benötigt, der beim Odnungsamt beantragt werden muss.

bri, 26.05.2016, 06:03
Redakteure CON

Kommentare

FrankMues - , 27.05.16 08:17:
Es ist in unserer Gesellschaft mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, behinderten Menschen das Leben zu erleichtern. Dazu gehören auch entsprechende Parkplätze. Aber wer die Parkplatznot im Gehrdener Innenstadtbereich selbst erlebt hat, den hat kein Verständnis dafür, das 2 Parkplätze an einem sehr stark frequentierten Ort, nahezu den ganzen Tag über leer stehen, während selbst auf dem Großparkplatz des Einkaufszentrums gegenüber fast ganztägig dichtes Gedränge und Parkchaos herrscht.

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