Feuer in Tischlerei: Wie geht es weiter?

Auf den ersten Blick sind die Schäden an der Halle äußerlich kaum zu erkennen, doch das Dach und die Stahlkonstruktion sind durch die Hitze der Flammen erheblich beschädigt worden.Mehr als 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Ditterke / Barsinghausen. 

Nach dem Brand in seiner Tischlerei in Ditterke (CON berichtete) sitzt der Schock bei Tischlermeister Kai Brettin tief. „Ich habe die Tischlerei hier erst vor rund 1,5 Jahren eröffnet. Das ist jetzt schon bitter“, sagte er bei einer Besichtigung der beschädigten Halle. Wie groß der Schaden tatsächlich ist, kann noch nicht festgestellt werden. „Zunächst müssen die Brandermittler hier gewesen sein, danach wird die Versicherung den Schaden aufnehmen“, erklärte Brettin. Dann wird sich auch zeigen, ob die großen Maschinen die Hitze ohne Schaden überstanden haben. Nutzbar ist die Halle jedoch erst einmal nicht. Die Decke und die Stahlkonstruktion sind durch das Feuer in der Trennwand von der Ausstellung zur Werkstatt beschädigt worden.

Den Einsatzkräften ist Brettin dankbar. „Durch das schnelle und umsichtige Eingreifen der Feuerwehr ist ein noch größerer Schaden verhindert worden“, so Brettin. Auch ein Übergreifen der Flammen auf den Nachbarbetrieb konnte verhindert werden. Dass sogar sein Gesellenstück, ein massiver Schrank, der auf einem Zwischenboden ausgestellt war, „nur“ angesengt wurde, freut ihn besonders. „Ich weiß nicht, wie die Feuerwehrleute das gemacht haben, aber sie haben das schwere Stück da runter geholt“, ist er beeindruckt.

Der Einsatz gegen 1 Uhr in der Nacht zu Sonntag hat wieder einmal gezeigt, dass die ehrenamtlichen Retter rund um die Uhr einsatzbereit sind. Obwohl in Gehrden ausgelassen das Stadtfest gefeiert wurde und für viele das Wochenende die einzigen arbeitsfreien Tage der Woche sind, waren die Feuerwehren Ditterke, Gehrden, Everloh, Northen und Lenthe sowie die Drehleiter aus Barsinghausen mit insgesamt 93 Kräften im Einsatz.

 

Update:

 

Die Beamten des Zentralen Kriminaldienstes gehen nach ihren heutigen Untersuchungen von einem technischen Defekt an der Elektrik aus. Den Schaden schätzen sie auf mindestens 300 000 Euro.

bri, 15.08.2016, 07:35
Redakteure CON

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