Gedenken an die Reichspogromnacht

Gehrden. 

„Die Stolpersteine vor den Wohnhäusern der ehemaligen jüdischen Familien in der Dammstraße, die Pflege des jüdischen Friedhofes am Gehrdener Berg, Fahrten von Schülergruppen nach Bergen-Belsen und die Gedenktafel in unserer Stadtmitte sind kleine Bausteine, um uns immer wieder an eines der dunkelsten Geschehnisse unserer Geschichte zu erinnern, das am 9. November 1938 seinen unheilvollen Lauf nahm“, sagte Bürgermeister Cord Mittendorf bei der Erinnerungsfeier zur Reichspogromnacht. Im Jahr 1980 wurde eine bronzene Gedenktafel am Steinweg angebracht. Sie erinnert heute an den Standort der ehemaligen Synagoge in Gehrden. Die dichte Bebauung in der Stadtmitte verhinderte, dass in der Nacht vom 9. November 1938 auch die Gehrdener Synagoge in Brand gesteckt wurde. Bürgermeister Cord Mittendorf rief zur Wachsamkeit zum Schutz der Demokratie und des friedvollen Zusammenlebens auf. Er stellte den Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Die Erinnerungsfeier wurde von  Mitglieder des Posaunenchores begleitet. Im Anschluss wurde ein kurzer Dokumentarfilm zu den Ereignissen vom 9. November 1938 im Bürgersaal des Gehrdener Rathauses gezeigt. 

we, 09.11.2016, 20:34
Redakteure CON

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