Gehrden feiert erstes Zuckerfest

Foto: Wikimedia Commons:MrArifnajafov

Gehrden. 

Wir freuen uns jedes mal am 24. Dezember auf das höchste Fest im Jahr: Weihnachten!  
So geht es den Gehrdener Muslimen sowie den neu zugewanderten muslimischen Flüchtlingen, wenn sie nach dem Fastenmonat Ramadan drei Tage lang ihr Zuckerfest feiern.

Das Zuckerfest ist neben dem Opferfest eines der wichtigsten islamischen Feiertage, bei dem Familien und Freunde zusammentreffen, miteinander Essen, sich beschenken und die Kinder viele Süßigkeiten bekommen. Daher der Name des Festes "Zuckerfest".  

In diesem Jahr werden viele Menschen aus den Krisengebieten erstmals ihr Zuckerfest außerhalb ihrer Heimat in einer für sie noch fremden Umgebung feiern. Daher ermöglicht welcome-gehrden, die aus dem Arbeitskreis Willkommenskultur entstanden sind, mit Unterstützung der Stadt Gehrden, zugewanderten Flüchtlingen und Gehrdener Bürgern erstmals dieses traditionelle Fest zu feiern.   

"Sie alle sind herzlich eingeladen am Mittwoch, 6. Juli von 15 bis 17 Uhr im Bürgersaal gemeinsam mit uns diesen so wichtigen Feiertag und Brauch zu erleben - mehr darüber zu erfahren und gemeinsam zu Essen", lädt der Sprecher von welcome-gehrden, Peter Radike, ein.   

Für Getränke und Süßigkeiten ist gesorgt. Wer aber kleine Leckereien, Süßgkeiten als Geschenk mitbringen möchte, kann das gerne tun.  

Dieses gemeinsame Feiern ist ein erster Schritt von der "Willkommenskultur" zur "Anerkennungskultur".  Willkommenskultur muss in Verbindung mit Anerkennungskultur gedacht werden und kann nicht für sich stehen. "Beides muss von der Politik getragen, in Organisationen umgesetzt und in der Bevölkerung verankert werden. Denn nur ein Land, das von Anerkennung aller in der Bevölkerung geprägt ist, kann glaubhaft eine Willkommenskultur nach außen vermitteln", sagt Radike.  

red, 30.06.2016, 04:05
Redakteure CON

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